„Blackout“: 2017 widmete SRF einen ganzen Tag diesem Thema. Und die NZZ titelte im Mai 2019: «Die Schweiz steuert auf einen Strommangel zu.» Und im April 2020 beschäftigte sich die Basler Zeitung mit der Versorgungssicherheit unseres Landes: «Wie die Bevölkerung helfen kann, einen Blackout zu verhindern.»

Wie steht es um die Versorgungssicherheit in der Schweiz? Wie schafft es die Schweiz bis 2050 klimaneutral zu sein, also auf fossile Energien zu verzichten? Wie erfolgreich verläuft der Ausbau der erneuerbaren Energien? Was kann Smart Technology leisten? Die Versorgungssicherheit im Spannungsfeld zwischen Ressourcen, Effizienz und Wirtschaftlichkeit ist diesen Herbst Thema verschiedener Veranstaltungen. Eine Auswahl davon finden Sie hier:

  • 9. September: Jahrestagung «Versorgungssicherheit»
    Veranstalter: Energie-Cluster Schweiz
    Wo: Bern
    Thema: Versorgungssicherheit: Normfall oder Störfall? Kann eine Schweiz ohne Atom bestehen? Wie ist die Versorgung mit erneuerbaren Energien möglich?
    Hier finden Sie mehr Infos:
  • 10./11. September: #REMFORUM 2020
    Veranstalter: Chair for Management of Renewable Energies, University of St.Gallen
    Wo: St. Gallen
    Thema: System Change: Towards a renewable normal. What is the net effect on the global energy transition? Will changes in consumers’ travel behavior have lasting effects? Are investors rewarding clean energy and mobility business models? Is the “new normal” after the pandemic going to be a “renewable normal”?
    Hier finden Sie mehr Infos
  • 17. September: CE² – Circular Economy Entrepreneurs
    Veranstalter: Circular Economy Switzerland
    Wo: Interlaken
    Thema: «ActInCircles». Zur Versorgungssicherheit gehört auch ein schonender Umgang mit Ressourcen. Die Kreislaufwirtschaft respektiert limitierte Ressourcen und ero?ffnet neue Gescha?ftspotenziale.
    Mehr Infos finden Sie hier
  • 23. September: Event Wasserkraft Schweiz
    Veranstalter: Europa Forum Luzern, energie-cluster.ch
    Wo: Kraftwerk Handeck 2
    Thema: Welche Bedeutung hat die Wasserkraft für die Stromversorgungssicherheit Schweiz? Welche Rolle spielt sie als Reserveenergie und für die Stabilisierung der Netze? Was wird getan, um einen Black-out zu verhindern? Wie ginge die Schweiz mit einer Strommangellage um?
    Hier geht’s zur Anmeldung und zu weiteren Infos
  • 25. September: Windenergie-Tagung
    Veranstalter: Suisse Eole
    Wo: Bern
    Thema: Weniger Kohlestromimporte dank 20% Winter-Windstrom.
    Unter anderem will Suisse Eole ihre Windenergiestrategie vorstellen. Sie soll aufzeigen, wie die Schweiz dank der Windenergie ihre Importabhängigkeit trotz der Elektrifizierung des Wärmebereichs und der Mobilität senken kann.
    Mehr Infos:
  • 30. Oktober: Fachtagung NetzImpuls 2020 – Autarkie im Stromnetz – Jetzt wird es ernst!
    Veranstalter: Electrosuisse
    Wo: Kongresshaus Aarau
    Themen: Autarkie im Stromnetz, dezentrale Batteriespeicher als netzdienliche Flexibilität, ladende Elektrofahrzeuge, die Zukunft von Daten in der Schweizer Energiewirtschaft oder wieviel Schweizer Flexibilität braucht Europa?
    Informationen gibt es hier:
  • 25. November – Power-to-Gas-Kongress Schweiz
    Veranstalter: Stiftung Umweltarena Schweiz
    Wo: Umweltarena Spreitenbach
    Themen: Versorgungssicherheit Schweiz, Winterstromlücke
    Sommerstromschwemme, Machbarkeit und Umweltverträglichkeit von Power-to-Gas und Power-to-X, Leuchtturmprojekte im In- und Ausland.
    Mehr Infos gibt’s hier:

Für die Zusammenstellung:
Brigitte Mader, Kommunikation Bundesamt für Energie

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2 Kommentare
  1. werner plüss
    werner plüss sagte:

    Eindruck: wie kopflose Hühner rennen sie rum, machen Energie Konferenzen Aktivismus, appeasement à la ‚wir schaffen das‘ mit Sonnen, Wind und sparen. Dabei müssen die abenteuerlichsten, teuersten Energie fressenden ‚Lösungen‘ wie neuerdings der alte Wasserstoff herhalten. Auch bezeichnenderweise Knallgas genannt.

    Es dämmert: man hat sich verheddert, ist dem Leuthardschen Energiewendemärchen 2050 aufgesessen. Die Umsetzung stockt. Die Physik macht auch nicht mit. Sogar Andreas Balthasar, Leiter des NFP 71 stellt fest „fehlende Kenntnis über die Realisierbarkeit“.

    Es drängt. Besonders beim Strom. Ohne Deutsche Kohle ist Schluss im Winter bis 4 GW netto importieren (meine Leier: das sind 8 KKW Mühleberg R.I.P. oder 2 Grande Dixence, sofort verfügbar am Netz). Kurzfristig hilft nur Gas (wie mal vorgesehen!), längerfristig geht es nicht ohne KKW’s wenn nicht zurück zu ‚vorindustriellen‘ Zuständen.

    Also weniger Analysis-Paralysiererei, dafür praktische Sofortlösungen. Parlament und Exekutive sind gefordert sonst geht’s Licht aus.

    Antworten
  2. Hans Burri
    Hans Burri sagte:

    Die Anzahl von Tagungen und Veranstaltungen ist inflationär. Jede Organisation möchte die beste und vor allem kostengünstigste Lösung vorstellen. Da sind aber auch Subventionsjäger am Werk. Es fehlt einmal mehr an Führung. Es müsste jetzt erst einmal das gründlich überarbeitete Konzept der Energiewende 2050 ausgearbeiet und vorgestellt werden, am besten unter der Leitung eines allseits akzeptierten Fachmanns, so wie früher unter Michael Kohn. Grundlegende Leitplanken für die weiteren Arbeiten sind dringend nötig und dürfen später nicht mehr verändert werden. Die Anzahl denkbarer Optionen ist so rasch als möglich zu verringern. Das Fachministerium, das BFE, müsste meines Erachtens diese Führungsrolle als Koordinator und „Schiedsrichter“ übernehmen. Es geht nicht an, immer wieder Studien an externe Organisationen zu vergeben, deren Resultate sich dann oft gar widersprechen, vor allem nicht an Organisationen, welche rein ideologisch gefärbt sind. Wir haben es im übrigen mit Problemen zu tun, deren Lösungen man keinesfalls, im Sinne des Föderalismus, den einzelnen Kantonen überlassen darf. Dabei entsteht nur Flickwerk.

    Antworten

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