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Die Nutzung der Wasserkraft in der Schweiz hat eine lange Tradition. Schon die Römer betrieben damit ihre Getreidemühlen. Heute macht sie knapp 60% der schweizerischen Stromproduktion aus. Doch wie kam die Wasserkraft zu ihrer wichtigen Rolle in der Stromversorgung der Schweiz? 

Was ist Wasserkraft? 

In der Schweiz wird zwischen Gross- und Kleinwasserkraft unterschieden. Grosswasserkraftwerke haben eine Leistung von mehr als 10 Megawatt (MW) und verfügen häufig über grosse Staumauern. Sie produzieren rund 90% des Stroms aus Wasser. Kleinwasserkraftwerke mit weniger als 10 MW tragen die restlichen 10% bei. 

Die Wasserkraftwerke lassen sich weiter in drei verschiedene Typen einteilen. Es gibt Laufwasserkraftwerke, die an Bächen und Flüssen liegen und die ständig fliessendes Wasser zur Stromproduktion verwenden. Sie unterliegen starken saisonalen Schwankungen. Die Speicherkraftwerke wiederum können ihre Stromerzeugung dem aktuellen Bedarf anpassen. In Speicherseen, die sich meistens in alpinen Gebieten befinden, wird Wasser zurückgehalten und bei Bedarf für die Stromproduktion genutzt. Die grosse Stärke von Speicherkraftwerken ist, dass Wasser saisonal gespeichert werden kann und somit in den Wintermonaten für die Stromproduktion zur Verfügung steht. Das macht sie essenziell für die schweizerische Winterstromproduktion. Schliesslich gibt es noch die Pumpspeicherkraftwerke, die im Gegensatz zu den Speicherkraftwerken noch über ein weiteres, tiefer liegendes Wasserreservoir verfügen. In Situationen, in denen ein Stromüberschuss herrscht, kann mittels Pumpen das Wasser im unteren Reservoir in das obere gepumpt werden. Mit diesem Wasser kann dann erneut Strom produziert werden. Speicher- und Pumpspeicherkraftwerke tragen einen wesentlichen Teil zur Stromnetzstabilität bei. 

Von Getreidemühlen, Webmaschinen und dem ersten Licht in der Schweiz 

Bereits die Römer nutzten die Kraft des Wassers, um grosse Mühlesteine in Getreidemühlen anzutreiben. Der Vorteil war, dass sich mit wasserbetriebenen Mühlen erheblich mehr Korn mahlen liess als von Hand. In Cham-Hagendorn im Kanton Zug wurde 1944 die erste römische Mühle in der Schweiz entdeckt. Die archäologischen Untersuchungen haben ergeben, dass sie zwischen 185 und 195 n.u.Z. erstellt worden ist, womit sie eine der frühsten Beweise für die Wasserkraftnutzung in der Schweiz ist. 

In der Phase der Frühindustrialisierung der Schweiz wurde die Wasserkraft für den Antrieb von Spinnereien und Webmaschinen gebraucht. Dagegen setzte die Nutzung der Wasserkraft für die Stromproduktion erst deutlich später ein. Als Johannes Badrutt, ein Schweizer Hotelier, nach seinem Besuch an der Pariser Weltausstellung 1878 in seine Heimat nach St. Moritz zurückkehrte, erzählte er fasziniert von seinen Erlebnissen und der an der Weltausstellung präsentierten elektrischen Beleuchtungsanlage. Badrutt wollte diese neuartige Technologie in die Schweiz bringen und schliesslich brannte am 18. Juli 1879 im Speisesaal des Hotel Kulms das erste elektrische Licht in der Schweiz, angetrieben von einer Wasserturbine. 

Die Wasserkraft in der Schweiz im 20. Jahrhundert 

Die erste Phase der schweizerischen Stromerzeugung war geprägt von Kleinwasserkraft und von kommunal betriebenen Elektrizitätswerken. Mit dem Aufkommen von neuen Technologien, die den Stromtransport ermöglichten und später erleichterten, begann sich die Produktion und Nutzung der elektrischen Energie räumlich zu trennen. 1898 wurde in Rheinfelden im Kanton Aargau das erste grosse Wasserkraftwerk der Schweiz, und gleichzeitig eines der ersten und grössten in Europa, erbaut. Das Wasserkraftwerk Rheinfelden, an der deutsch-schweizerischen Grenze, legte den Grundstein für ein länderübergreifendes Stromnetzwerk.  

Auch politisch rückte die Wasserkraft ins Zentrum: die erste energiepolitische Volksabstimmung in der Schweiz betraf wenig überraschend die Wasserkraft. Das Schweizer Stimmvolk nahm am 25. Oktober 1908 den direkten Gegenentwurf mit dem Titel «Bundesbeschluss betreffend die Aufnahme eines Zusatzartikels 24bis in die Bundesverfassung betreffend die Gesetzgebung des Bundes über die Nutzbarmachung der Wasserkräfte und über die Fortleitung und die Abgabe der elektrischen Energie» mit 84.4% der Stimmen an. Hinter dem sehr langen und umständlichen Titel zur Änderung der Bundesverfassung stand die Erkenntnis, dass der Bund mit dem zunehmenden Ausbau der Wasserkraft erste Gesetze erlassen sollte. Es hatte sich gezeigt, dass bei der Nutzung von Flussläufen zur Stromproduktion oft das Interesse mehrerer Kantone miteinander konkurrierte und dass die kantonalen Vorschriften als nicht ausreichend angesehen wurden. Schliesslich befürchtete der Bund, dass sowohl in- als auch ausländische Privatunternehmen von der günstigen Schweizer Wasserkraft profitieren könnten. Aus diesen Gründen sah sich der Bundesrat dazu veranlasst, die Nutzung der Wasserkraft besser zu regulieren. 

Die Phase nach dem Zweiten Weltkrieg bis ungefähr 1970 war von einem intensiven Ausbau der Wasserkraft geprägt, um die schweizerische Energieautarkie zu stärken. Dies war vor allem auch darauf zurückzuführen, dass in dieser Zeit die Stromnachfrage stark stieg, attraktive ökonomische Rahmenbedingungen Anreize für die Realisierung von neuen Wasserkraftwerken lieferten und dass neben der Wasserkraft keine konkurrenzfähige Alternativenergie existierte. So wurde im Kanton Wallis von 1951 bis 1965 die Staumauer Grande Dixence errichtet, die höchste Gewichtsstaumauer der Welt. Zeitgleich wurde von 1954 bis 1969 die Staumauer Mattmark im Saastal, ebenfalls im Kanton Wallis, gebaut. Die gleichzeitige Errichtung von zwei so grossen Energieinfrastrukturprojekten führte zu einem akuten Arbeitermangel, weshalb die Rekrutierung von ausländischen Arbeitern, hauptsächlich aus Italien, begann. Am 30. August 1965 kam es während den Arbeiten am Staudamm Mattmark zur grössten Katastrophe auf einer Baustelle in der Geschichte der Schweiz. Nach einem Gletscherabbruch wurden die Arbeiter vor Ort verschüttet, insgesamt 88 Menschen starben, davon waren 56 italienische Gastarbeiter. 

Wasserkraft in der Energiestrategie 2050 

Gemäss der Energiestrategie 2050 des Bundesamtes für Energie (BFE) trägt die Wasserkraft bereits heute den Grossteil zur Schweizer Stromversorgung bei und soll laut dem Bundesgesetz über eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien noch stärker ausgebaut werden. Seit 2000 ist die Stromproduktion aus Wasserkraft kontinuierlich gestiegen, was auf den Neubau von Anlagen und Erweiterungen sowie Optimierungen bestehender Anlagen zurückzuführen ist. Im Jahr 2035 soll die durchschnittliche Produktion gemäss dem im Energiegesetz verankertem Zielwert bei 37’900 Gigawattstunden (GWh) betragen. 

Zur Stärkung der Versorgungssicherheit im Winter soll laut dem Bundesgesetz für eine sichere Stromversorgung mit erneuerbaren Energien bis 2040 ein Zubau von Kraftwerken zur Erzeugung von erneuerbarer Energie von mindestens 6 Terrawattstunden (TWh) realisiert werden. Davon müssen im Winter mindestens 2 TWh sicher abrufbar sein. Der Ausbau setzt prioritär bei den Speicherwasserkraftwerken an, um dieses Ziel zu erreichen. Aus diesem Grund identifizierten Vertreterinnen und Vertreter der Energiewirtschaft, der Kantone und von Naturschutzorganisationen an einem vom Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) 2021 organisierten Runden Tisch eine Liste mit 15 Speicherwasserkraft-Projekten. 

Christian Dupraz

Christian Dupraz, Leiter der Sektion Wasserkraft im Bundesamt für Energie (BFE).

Um eine Einschätzung zu erhalten, wo die Wasserkraft heute steht und welche Herausforderungen die Zukunft für sie bringt, haben wir uns bei unserem zuständigen Leiter für Wasserkraft, Christian Dupraz, erkundigt. 

Energeiaplus: Wo liegen die grössten Chancen, damit Wasserkraft ihre Rolle als Systemstütze auch künftig erfüllen kann?  

Die grössten Chancen für die Wasserkraft liegen in ihrer Flexibilität, und zwar über alle Zeitspannen hinweg. Die Wasserkraft gleicht in einer kurzen Frist Schwankungen im Sekundenbereich aus und stabilisiert die Frequenz, auf der anderen Seite ermöglichen die Speicherseen eine saisonale Umlagerung und damit eine Reserve für die versorgungskritische Zeit im Winter.  

Wie stark beeinflusst der Klimawandel bereits heute die Produktion von Wasserkraft?  

 Am stärksten macht sich der Klimawandel in der Schweiz durch den Rückgang der Gletscher bemerkbar. Dieser führt bei den hochalpinen Kraftwerken zu einem deutlichen Überschuss an Sommerzuflüssen und damit zu einer überdurchschnittlichen Produktion im Vergleich zur ursprünglichen Anlagenauslegung.  

Was erwarten Sie langfristig: mehr Schwankungen, eine Verschiebung der Wasserkraftproduktion in den Winter oder ein generelles Rückgangsrisiko der Wasserkraft?  

Einigkeit besteht, dass die Zuflussregime sich stärker in den Winter verschieben, insbesondere, da Schnee zunehmend nur in den Höhenlagen lange liegen bleibt. Wie anhand der Gletscher dargelegt, wird – nachdem diese eine neue Gleichgewichtslage gefunden haben (also verschwunden sind oder nicht mehr weiter zurückschmelzen) – dieses Überschusswasser fehlen und daher die Produktion etwas zurückgehen. Aussagen zur Entwicklung der Variabilität sind mit noch höheren Prognoseunsicherheiten verbunden. 

Wo sehen Sie realistisches Ausbaupotenzial in der Schweiz – eher bei Speicherwerken, Laufwasserkraft oder Pumpspeichern?  

Das Ausbaupotenzial ist nicht mehr sehr gross, jedoch ist in allen Bereichen noch Potenzial vorhanden. Ein besonderes Augenmerk liegt auf dem Speicherausbau, damit die Versorgungssicherheit im Winter gestärkt und das Ziel von mindestens 2 TWh neuem Speicher erreicht wird. Wir haben aber auch Produktionsziele, zu denen der Speicherausbau kaum beiträgt, weshalb es auch neue Laufwasserkraftproduktion braucht. Ein aktuelles Projekt in diesem Bereich ist die neue Zentrale Massongex-Bex, die in den nächsten Jahren gebaut werden soll. Nachdem im Bereich Pumpspeicher seit 2015 zwei grosse Neuanlagen in Betrieb gegangen sind, war hier grössere Zurückhaltung zu sehen, weil die Investitionen in den ersten Jahren nicht wirtschaftlich waren. Angesichts des geplanten Zubaus ist auch hier zu erwarten, dass Projektanten neue Projekte an die Hand nehmen.  

Was ist der aktuelle Stand bezüglich den 15 Speicherwasserkraft-Projekten des Runden Tisches?  

 Es sind 16 Projekte, 15 Projekte im Anhang und ein Projekt im Artikel 9a selbst. Das Bundesamt für Energie (BFE) verfolgt diese Projekte seit mehreren Jahren. Im letzten Jahr hat das UVEK informiert, dass bis 2040 voraussichtlich nicht alle Projekte realisiert werden können. Einige Projekte sind bereits im Bewilligungsverfahren und weiter fortgeschritten. Andere Projekte sind noch in der Abklärung, es zeigt sich aber, dass sie im Umfang verkleinert oder nicht realisiert werden können. Aktuell sind die beteiligten Bundesämter daher daran, die Liste zu überprüfen, was zu einem allfälligen Ergänzungsvorschlag mit neuen Projekten führen könnte.  

 Wie sieht die Schweizer Wasserkraft im Jahr 2050 aus?  

Sehr ähnlich wie heute. Wir haben sicher einige neue Zentralen, aber wir haben aktuell bereits einen sehr grossen Zentralenstock. Bei den Besitzverhältnissen wird sich 2050 einiges getan haben. Mit den Konzessionserneuerungen werden die Standortkantone und Gemeinden sicher grössere Anteile an den Kraftwerken übernehmen. Zudem werden die Kraftwerke bis 2050 noch nachhaltiger sein, da einerseits mit der Konzessionserneuerung die Restwassermengen angepasst werden und andererseits bis dahin auch die Massnahmen zur ökologischen Sanierung der Wasserkraft umgesetzt sind.  

Die Zukunft der Wasserkraft 

Wasserkraft hat die Energiegeschichte der Schweiz geprägt wie kein anderer Energieträger. Sie entstand aus einfachen Mühlen, entwickelte sich zu grossen Infrastrukturprojekten und bildet heute das Rückgrat der Schweizerischen Stromproduktion. Auch in Zukunft wird sie eine Schlüsselrolle spielen: als flexible Winterenergie, als Speicher für Stromspitzen und als verlässliche Säule eines klimaneutralen Energiesystems. Die Schweiz baut damit auf eine Energiequelle, die seit Jahrtausenden fliesst und auch in den kommenden Jahrzehnten Richtung Zukunft weist. 

Dieser Blogbeitrag über die Wasserkraft ist der Dritte in der Blogreihe über die Geschichte der erneuerbaren Energien mit dem Fokus auf die Schweiz. Den ersten Blogbeitrag über die Geothermie finden Sie hier und den zweiten über die Windenergie hier. Mehr zur Geschichte der erneuerbaren Energien erfahren Sie im kommenden Beitrag über die Photovoltaik. 

Mattia Pesolillo, Hochschulpraktikant Kommunikation, Bundesamt für Energie (BFE) 

Bild: shutterstock

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Nicht alle Treibhausgasemissionen lassen sich vollständig vermeiden – vor allem in der Industrie, in der Kehrichtverbrennung oder in der Landwirtschaft. Wie wir trotz dieser Restemissionen das Netto-Null-Ziel bis 2050 erreichen können, untersucht das neue SWEET-Konsortium ACHIEVE. Die Forschenden entwickeln gemeinsam mit Wirtschaft, Politik und Gesellschaft Lösungsansätze, um diese Restemissionen zu reduzieren, abzuscheiden, zu nutzen oder einzulagern. Nathalie Casas von der Empa, Koordinatorin von ACHIEVE, erklärt, woran das Konsortium arbeitet und warum technologische Innovation allein nicht genügt.

Energeiaplus: Frau Casas, warum gelten bestimmte Treibhausgasemissionen als «schwer vermeidbar»?

Nathalie Casas von der Empa koordiniert das SWEET-Konsortium ACHIEVE. Bild: Empa

Nathalie Casas: Schwer vermeidbare Emissionen entstehen dort, wo heute keine oder nur sehr begrenzte Alternativen zu treibhausgasintensiven Prozessen verfügbar sind. Ein Beispiel sind industrielle Hochtemperaturprozesse. Für bestimmte Produktionsschritte, zum Beispiel in der Zementherstellung, werden Temperaturen benötigt, die sich heute oft nur durch Verbrennungsprozesse erreichen lassen. In der Landwirtschaft entstehen Emissionen wiederum durch natürliche biologische Vorgänge: Wiederkäuer produzieren bei der Verdauung Methan, ein sehr starkes Treibhausgas. Und solange wir Abfälle verbrennen, fallen auch bei der Kehrichtverbrennung Emissionen an. Genau für diese Bereiche sucht ACHIEVE nach Möglichkeiten, die Emissionen weiter zu reduzieren oder mit den verbleibenden Restemissionen umzugehen.

Wie gross werden diese Restemissionen im Jahr 2050 sein?

Die Klimastrategie des Bundes geht davon aus, dass 2050 noch rund 11 bis 12 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente anfallen werde. Der zukünftig erwartete technische Fortschritt ist dabei bereits eingerechnet.

CO2-Äquivalente (CO2-eq) sind eine Masseinheit, mit der die Klimawirkung verschiedener Treibhausgase vergleichbar gemacht wird. Dabei werden Emissionen von Gasen wie Methan oder Lachgas entsprechend ihrer Wirkung auf das Klima in die gleichwertige Menge CO2 umgerechnet.

Während bei der Elektrizität oder beim Heizen von Gebäuden bereits Lösungen zur Dekarbonisierung existieren und umgesetzt werden, ist die Situation bei schwer vermeidbaren Emissionen deutlich anspruchsvoller. Wir verfolgen zwei Ansätze: Erstens untersuchen wir, wie sich Emissionen weiter reduzieren lassen. Zweitens befassen wir uns mit Emissionen, die trotz aller Anstrengungen verbleiben. Bei Kehrichtverbrennungsanlagen etwa kann das CO2 aus den Abgasen abgeschieden und dauerhaft gespeichert werden.

Warum können wir nicht einfach CO2 aus der Luft oder aus Abgasen entfernen und uns damit weitere Reduktionen ersparen?

Weil das Abscheiden von CO2 immer Energie, Infrastruktur und Ressourcen benötigt. Besonders anspruchsvoll ist die Entfernung direkt aus der Atmosphäre. Zwar enthält die Luft heute zu viel CO2, die Konzentration liegt aber trotzdem nur bei rund 480 Teilchen pro Million Luftteilchen. Das ist ein sehr verdünntes System.

Je verdünnter ein Stoff vorliegt, desto aufwändiger wird seine Abtrennung. Deshalb gilt: Jede Tonne CO2, die gar nicht erst ausgestossen wird, spart später Energie, Aufwand und Kosten. Emissionen zu vermeiden ist fast immer effizienter, als sie nachträglich wieder einzufangen.

Die Landwirtschaft ist ein Schwerpunkt von ACHIEVE. Es ist allgemein bekannt, dass es klimafreundlicher ist, wenn wir weniger Fleisch und mehr pflanzenbasierte Nahrungsmittel essen. Welche weiteren Ansätze untersuchen Sie?

Wir untersuchen alternative Düngestrategien oder eine Optimierung der Tierhaltung, um die Emissionen pro Kilo Fleisch oder Milch zu senken. Ein Beispiel sind hier Futterzusätze, die Methanemissionen von Wiederkäuern senken können.

Wir setzen aber nicht nur bei der Landwirtschaft an, sondern betrachten die gesamte Wertschöpfungskette – von der Produktion bis zum Detailhandel. Die Reduktion von Food Waste spielt dabei eine wichtige Rolle. Dabei arbeiten wir auch eng mit Detailhändlern zusammen.

Ein weiteres Arbeitspaket beschäftigt sich mit der Biomasse. Welche Bedeutung hat sie für das Netto-Null-Ziel?

Biomasse kann eine sehr grosse Rolle spielen – aber nur, wenn wir sie klug einsetzen. Wichtig ist die Kaskadennutzung: Holz sollte zum Beispiel zuerst im Bau verwendet, danach möglichst weitergenutzt und erst am Ende der Nutzungskette energetisch verwertet werden. Dabei sollte der im Holz enthaltene Kohlenstoff möglichst in eine stabile Form überführt werden. Das heisst, dass das CO2, das der Baum beim Wachstum aus der Atmosphäre aufgenommen hat, am Schluss nicht wieder vollständig in die Luft gelangt. Eine Möglichkeit ist die Pyrolyse: Dabei entsteht Pflanzenkohle, die etwa in Baustoffen wie Beton langfristig gespeichert werden kann.

Biomasse kann zudem als erneuerbarer Rohstoff dienen, etwa für chemische, pharmazeutische oder kosmetische Produkte. Diese Möglichkeiten untersuchen wir in enger Zusammenarbeit mit Industriepartnern. Auch hier stellt sich die Frage, wo sie im Gesamtsystem den grössten Nutzen bringt. Denn Biomasse ist begrenzt – und sie wird in vielen Netto-Null-Szenarien von verschiedenen Seiten beansprucht.

Die Ressourcen sind nicht nur bei Biomasse begrenzt. Hier kommt die Kreislaufwirtschaft ins Spiel. Wo setzt ACHIEVE die Schwerpunkte?

Wir untersuchen sektorübergreifend industrielle Materialströme und wie wir diese kreislauffähig gestalten können. Dabei fokussieren wir auf das Bauwesen, Chemie- und Pharmaindustrie, Abfallbehandlung und Kunststoffrecycling. Wenn z.B. in der Bauwirtschaft Beton, Armierungsstahl und weitere Materialien eng miteinander verbunden sind, wird das Recycling aufwendig und teuer. Werden Produkte hingegen von Anfang an kreislauffähig konzipiert, können Materialien einfacher zurückgewonnen und erneut genutzt werden.

Für die verbleibenden Restemissionen brauchen wir Lösungen zur Abscheidung und Speicherung von CO2. Welche Herausforderungen bestehen dabei noch?

Die eigentliche Abscheidungstechnologie existiert bereits seit Langem. Die heute diskutierten Speicher für das CO2 befinden sich aber in geologischen Formationen unter der Nordsee. Die grösseren Herausforderungen liegen deshalb bei der Transportinfrastruktur und den regulatorischen Rahmenbedingungen. Ein Beispiel ist die rechtliche Einstufung von CO2. Heute gilt dieses beim grenzüberschreitenden Transport als Abfall. Diesen zu exportieren ist sehr schwierig. Wir beschäftigen uns auch mit der Frage, ob im Inland geeignete Speicherstätten existieren und wie gross das Speicherpotenzial ist.

Ist die dauerhafte Speicherung von CO2 überhaupt ausreichend erprobt?

Ja. Die geologische Speicherung von CO2 ist keine neue Technologie. In Ländern wie Norwegen wird CO2 seit den 1990er-Jahren in geeignete Gesteinsformationen eingelagert. Auch in der Erdöl- und Erdgasindustrie besteht jahrzehntelange Erfahrung mit dem Verhalten von CO2 im Untergrund. Die grundlegenden Prozesse sind wissenschaftlich gut verstanden.

Technische Lösungen allein reichen jedoch nicht aus. Wie unterstützt ACHIEVE die gesellschaftliche Transformation?

Das ist ein zentraler Bestandteil des Projekts. Wir beziehen Industrie, Politik und Gesellschaft frühzeitig in die Forschung ein und entwickeln gemeinsam Lösungen. Dazu sind im Konsortium neben neun Hochschulen auch sechs Partner aus der Wirtschaft vertreten. Zudem arbeiten zahlreiche Verbände, Unternehmen, kantonale Stellen im erweiterten Kreis der Kollaborationspartner mit. Dank dieser engen Verflechtung können wir besser verstehen, wo Hindernisse, Bedenken oder Akzeptanzprobleme liegen.

Zudem werden wir die Lösungen in Fallstudien und Reallaboren unter realen Bedingungen testen. Ein Beispiel ist die geplante «Beyond Zero Unit» auf dem Empa-Campus. Dort werden unter anderem Baustoffe mit Pflanzenkohle oder Lehm in einem realen Gebäude erprobt. Begleitend untersuchen Sozialwissenschaftlerinnen und Sozialwissenschaftler, wie neue Technologien wahrgenommen werden und welche politischen oder regulatorischen Rahmenbedingungen erforderlich sind.

ACHIEVE will am Ende konkrete «Netto-Null-Pfade» entwickeln. Was bedeutet das?

Über das Ziel Netto-Null besteht weitgehend Einigkeit. Schwieriger ist die Frage, wie wir dieses Ziel möglichst effizient erreichen. Genau hier setzen die Netto-Null-Pfade an: Sie sollen aufzeigen, welche Kombinationen von Massnahmen technisch machbar, wirtschaftlich sinnvoll und gesellschaftlich akzeptiert sind. Wichtige Aspekte sind dabei Zielkonflikte, die sich insbesondere bei der Nutzung der Biomasse zeigen. Die Netto-Null-Pfade sollen deshalb nicht nur einzelne Technologien bewerten, sondern zeigen, wie begrenzte Ressourcen im Gesamtsystem am wirkungsvollsten eingesetzt werden können.

Daraus entstehen konkrete Handlungspfade für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft. Unser Ziel ist es, fundierte Entscheidungsgrundlagen bereitzustellen – damit die Schweiz den Weg zu Netto-Null erfolgreich gestalten kann.

SWEET ist ein Förderprogramm des Bundesamts für Energie (BFE). Der Zweck von SWEET ist, lösungsorientierte Forschung und Innovationen zu finanzieren, deren Schwerpunkt auf den Zielen der Schweizer Energiestrategie 2050 und der langfristigen Klimastrategie liegt.

Text: Irene Bättig, Sprachwerk GmbH im Auftrag der Geschäftsstelle SWEET, Bundesamt für Energie (BFE)
Bild: Shutterstock; Sutthiphong Chandaeng; Asset-ID: 2280544807

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Der Wind bewegt sich immer und trägt eine Energie in sich, die schon lange die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich gezogen hat. Neben Wasser und Feuer hat sich der Mensch den Wind schon früh zunutze gemacht.

Was ist Windenergie?

Der Begriff Windenergie bezeichnet den Vorgang, bei dem mittels Windkraftanlagen aus Wind Elektrizität erzeugt wird. Die Energie des Windes wird mithilfe einer Turbine in mechanische Energie umgewandelt, aus der wiederum elektrische Energie entsteht. Dies geschieht mit aerodynamisch geformten Rotorblättern, die einen Generator antreiben, durch den Strom ins Netz eingespeist wird.

Während einzelne Windkraftanlagen als Einzelanlagen betrieben werden, bilden mehrere Windkraftanlagen zusammen einen Windpark. Moderne Windkraftanlagen werden entweder im Meer vor der Küste (offshore) oder an Land (onshore) errichtet. Offshore-Anlagen profitieren von gleichmässigeren und stärkeren Winden, was zu einer höheren und konstanteren Stromproduktion führen kann. Gleichzeitig erfordert der Bau im Meer jedoch aufwändige Fundamente, spezielle Installationsschiffe und intensivere Wartungsarbeiten, was die Kosten erhöht. Onshore-Windkraftanlagen lassen sich mit geringerem Aufwand und niedrigeren Investitionskosten bauen. Der erzeugte Strom kann häufig direkt ins nahegelegene Stromnetz eingespeist werden. Dafür sind die Windverhältnisse an Land oft weniger konstant, was zu einer geringeren Auslastung führen kann. Windenergieanlagen an Land als auch im Wasser können bis über 250 Meter hoch sein. Moderne Windenergieanlagen beginnen ab einer Windgeschwindigkeit von zwei Metern pro Sekunde zu rotieren und Strom zu produzieren. Die maximale Leistung wird zwischen 12 und 15 Metern pro Sekunde erreicht. Hohe Windgeschwindigkeiten sind für die Stromproduktion zwar ideal. Bei zu starkem Wind wird die Anlage jedoch automatisch heruntergefahren, um Schäden zu vermeiden.

Von Windmühlen bis Windräder: Vielfältige Verwendungszwecke der Windkraft

Die frühste Überlieferung einer Nutzung der Windkraft ist knapp 2’500 Jahre alt, als in Persien Windmühlen verwendet wurden, um den Mahlstein, mit dem das Getreide gemahlen wurde, anzutreiben. Die Verwendung der Windkraft für die Stromerzeugung hingegen ist relativ jung. Erst um die Jahrhundertwende zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert wurden in Dänemark die ersten Versuche in diese Richtung unternommen. Der Bau von Windrädern begann jedoch erst nach der ersten Energiekrise 1973/74. Europäische Länder wie Dänemark und Deutschland, aber auch die USA wollten ihre Abhängigkeit von Energieimporten reduzieren und suchten nach einer Alternative zum Erdöl, dem damaligen primären Energieträger. Aus diesem Grund setzten sie vermehrt auf erneuerbare Energien, unter anderem die Windenergie. In der Schweiz wurde die erste Windturbine 1986 in Langenbruck im Kanton Basel-Landschaft mit einer Leistung von 28 Kilowatt in Betrieb genommen. Sie produzierte bis ins Jahr 2020 Strom, bevor sie abgeschaltet wurde. Im Jahr 2004 wurde am Standort Gütsch, oberhalb der Gemeinde Andermatt im Kanton Uri, auf 2332 m.ü.M. der europaweit zweithöchste Windpark erbaut. 2025 wurde ein Ausbauprojekt abgeschlossen, dank dem die Jahresproduktion des Windparks Gütsch auf 11 Millionen Kilowattstunden anwachsen wird. Mit dieser Strommenge können rund 2700 Haushalte versorgt werden.

Windenergie in der Gegenwart

Der grösste Windpark der Schweiz mit 16 Windturbinen befindet sich auf dem Mont-Crosin bei Saint-Imier im Berner Jura. Die jährliche Produktion beläuft sich auf bis zu 91 Gigawattstunden. Der Anteil der Windenergie am Schweizer Strommix betrug im Jahr 2024 rund 0.3 Prozent. Stand Ende 2025 waren 50 Windkraftanlagen in der Schweiz in Betrieb. Dies soll sich aber in Zukunft ändern. Moderne Anlagen sind im Vergleich zu ihren Vorgängern leiser, effizienter und leistungsstärker. Sie produzieren auch im Mittelland konstant Strom und können dadurch einen entscheidenden Beitrag zur Winterstromversorgung der Schweiz liefern.

Im September 2025 hat das Parlament die Änderung des Energiegesetzes, den sogenannten Beschleunigungserlass, angenommen. Mit dem Beschleunigungserlass werden die Planungs- und Bewilligungsverfahren für erneuerbare Energieprojekte von nationalem Interesse, darunter auch Windenergieanlagen, vereinfacht und beschleunigt. Für Windparks mit einer erwarteten Jahresproduktion von über 20 Gigawattstunden werden die Verfahren zukünftig auf kantonaler Ebene zusammengeführt. Dadurch erfolgt die Planung und Bewilligung neu in einem einzigen, konzentrierten Plangenehmigungsverfahren. Bislang war das Verfahren zweistufig organisiert und bestand aus einer Nutzungsplanung sowie einer separaten Baubewilligung.

Um zu erfahren, wie sich die Windenergie entwickelt und welche Hürden bestehen, haben wir bei Julian Ferber, Fachspezialist für Windenergie  im Bundesamt für Energie nachgefragt.

Julian Ferber ist im Bundesamt für Energie zuständig für die Windenergie. Bild: Julian Ferber

Energeiaplus: Welche Rolle wird die Windenergie in der Schweizer Stromversorgung künftig spielen?

Die Windenergie ist eine bewährte Technologie. Weltweit, aber auch in Europa und in den Nachbarländern der Schweiz findet sie grossen Anklang. In der Schweiz selbst wird sie jedoch bisher noch wenig genutzt. Ein grosser Vorteil der Windkraft ist, dass sie vor allem im Winter viel Strom liefert: Rund zwei Drittel der jährlichen Windstromproduktion fallen in das Winterhalbjahr.

Damit ergänzt die Windenergie andere erneuerbare Quellen wie Solarenergie und Wasserkraft, die hauptsächlich im Sommerhalbjahr hohe Erträge erzielen. Mit dem Ausbau der Windenergie und dem Zusammenspiel der verschiedenen Technologien kann die erneuerbare Stromversorgung der Schweiz zuverlässig gewährleistet werden.

Wie wichtig wird Windenergie für die Winterstromproduktion der Schweiz?

Die Windenergie trägt auch im Sommer zur Stromerzeugung bei, liefert aber rund zwei Drittel ihrer Stromproduktion im Winterhalbjahr, wenn wir mehr Strom brauchen. Um die Versorgungssicherheit der Schweiz zu stärken, ist ein gezielter Ausbau der Windkraft wichtig.

Windenergie ist dabei einer von mehreren Pfeilern der Schweizer Energieversorgung. Keine einzelne erneuerbare Technologie – weder Windkraft noch Solarenergie oder Wasserkraft – kann die Versorgungssicherheit über das Jahr verteilt alleine gewährleisten. Erst das Zusammenspiel aller Technologien ermöglicht eine zuverlässige und nachhaltige Stromversorgung.

Welche technischen Fortschritte erwarten Sie in den nächsten zehn Jahren?

In den letzten zehn Jahren hat die Windenergie grosse technische Fortschritte gemacht. Moderne Anlagen sind leiser und auch deutlich höher geworden, dabei verfügen sie ebenfalls über längere Rotorblätter. Die produzierte Strommenge hängt im Wesentlichen von der Fläche ab, die die Rotorblätter überstreichen – je grösser diese Fläche, desto mehr Windenergie kann genutzt werden.

Das bedeutet: Grössere Anlagen mit längeren Rotorblättern können mehr Strom aus dem Wind gewinnen. Der technologische Fortschritt in diesem Bereich ist bereits sehr weit und wird auch in Zukunft mit weiteren Innovationen voranschreiten.

Spielen höhere Türme und grössere Rotoren in der Schweiz eine wichtige Rolle?

Ja, das ist ein wichtiger Punkt. Besonders im Mittelland sind in der Schweiz viele Windenergieprojekte geplant. Meist handelt es sich dabei um sogenannte Schwachwindanlagen. Diese sind speziell für Regionen mit geringeren Windgeschwindigkeiten ausgelegt. Sie verfügen über längere Rotorblätter, die sich bereits bei schwachem Wind drehen, und sind insgesamt höher gebaut, um vom stetigen Wind auf dieser Höhe zu profitieren.

In den Alpen hingegen wären solch grosse Anlagen nicht realisierbar – unter anderem wegen der stärkeren Turbulenzen und den anspruchsvollen topografischen Bedingungen. Dort kommen deshalb kleinere Anlagen zum Einsatz.

Wie wirkt sich die Digitalisierung auf Betrieb und Planung von Windparks aus?

Die aktuelle Forschung beschäftigt sich intensiv mit dem Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) in der Windenergie. KI-Modelle analysieren beispielsweise Windgeschwindigkeiten, Strömungen und Verwirbelungen in einem Gebiet. Auf dieser Grundlage lässt sich berechnen, wie nahe Windenergieanlagen zueinanderstehen können, um einen Windpark möglichst effizient zu gestalten.

Welche Chancen sind heute noch unterschätzt?

Die Windenergie hat in der Schweiz grosses Potenzial. Eine moderne Windenergieanlage kann bei guten Windverhältnissen rund 12 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr erzeugen. Damit lässt sich der jährliche Strombedarf von etwa 6’000 Personen decken – und das mit nur einer einzigen Anlage mit geringem Flächenbedarf. Dieses Verhältnis ist vielen Menschen heute kaum bewusst, und verdeutlicht, welchen Beitrag Windenergieanlagen zur Stromversorgung leisten können.

Welcher Schritt wäre aus Ihrer Sicht der wichtigste, damit die Windenergie in Zukunft mehr Gewicht erhält?

Ein wichtiger Schritt wäre, das Wissen über Windenergie in der Bevölkerung zu stärken. Mit zunehmendem Verständnis wächst in der Regel auch die Akzeptanz. Zwar ist die Zustimmung zu konkreten Windenergieprojekten in den Gemeinden oft hoch, dennoch stehen viele Menschen der Windkraft generell skeptisch gegenüber. Mehr Wissen über Chancen, Wirkung und Bedeutung der Windenergie könnte diese Skepsis verringern und sich sogar in echte Aufgeschlossenheit verwandeln, etwa dann, wenn Menschen erleben, wie die Kraft des Windes genutzt wird, um verlässlich und klimafreundlich saubere Energie aus der Natur zu gewinnen.

Die Schweiz möchte bis 2050 klimaneutral werden und dabei soll die Windenergie zusammen mit den anderen erneuerbaren Energien eine wichtige Rolle spielen. Laut den Energieperspektiven 2050+ soll die Windenergie während den Wintermonaten zur Versorgungssicherheit der Schweiz beitragen. Um dies zu erreichen, wird ein schrittweiser Ausbau der Windenergie angestrebt.

Dieser Blogbeitrag über die Windenergie ist der zweite in der Blogreihe über die Geschichte der erneuerbaren Energien mit dem Fokus auf die Schweiz. Den ersten Blogbeitrag über die Geothermie finden Sie hier. Mehr zur Geschichte der erneuerbaren Energien erfahren Sie in den kommenden Beiträgen zu Wasserkraft und Photovoltaik.

Mattia Pesolillo, Hochschulpraktikant Kommunikation, Bundesamt für Energie (BFE)
Bild: suisseéole; Juvent © Joël Baume

 

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Für die Erreichung von Netto-Null braucht es massive Investitionen in erneuerbare Energien. Global wird der Kapitalbedarf auf USD 4.5 Bill. pro Jahr geschätzt (IEA, 2023). Eine neue, von der ETH Zürich durchgeführte Studie zeigt: Schweizer Akteure spielen dabei eine wichtigere Rolle im Ausland als im eigenen Land. Weiterlesen

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In den 1960er-Jahren wurde der Strom in der Schweiz fast ausschliesslich aus Wasser gewonnen, heute sind es noch 60 Prozent. Mit der Energiewende sinkt dieser Anteil weiter – doch die Wasserkraft bleibt zentral. Weiterlesen

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