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Der Direktor des Bundesamt für Energie, Benoît Revaz, leitete die Schweizer Delegation für die 63. Generalkonferenz der IAEA vom 16. bis 20. September in Wien. Sie bestand aus Fachleuten des EDA, BFE, ENSI sowie des VBS. Diese Zusammensetzung erlaubte es den Delegierten, an zahlreichen bilateralen Treffen und Konsultationen mit der IAEA teilzunehmen und sich aktiv und kompetent sowohl in den Plenarsitzungen als auch in den Beratungsgremien zu Resolutionen in den Bereichen der nuklearen Sicherheit, Sicherung, Safeguards sowie Technische Kooperation einzubringen. An zahlreichen Side-Events wie auch an nuklear-wissenschaftlichen Veranstaltungen nahmen Schweizer Delegierte teil.

Am Rande der Generalkonferenz wurde über die Kandidierenden für die Nachfolge des kürzlich verstorbenen Generaldirektors Yukiya Amano diskutiert. Der Nachfolger oder die Nachfolgerin soll spätestens am 1. Januar 2020 das Amt antreten. Aus der Schweiz kandidiert niemand.

Die wichtigsten Themenbereiche für die Schweiz werden im Folgenden vorgestellt:

  • Die Schweiz betrachtet die stetige Weiterentwicklung der internationalen nuklearen Sicherheit und Sicherung auch im Hinblick auf die Umsetzung der Energiestrategie 2050 weiterhin mit grosser Aufmerksamkeit. Dem erfolgreiche Engagement der Schweiz ist es zu verdanken, dass in zukünftigen Länderberichten und Überprüfungen die Wiener Erklärung zur nuklearen Sicherheit als Referenzdokument berücksichtigt und damit auch die nukleare Sicherheit global weiter entwickelt wird.
  • Die Sanierung der nukleartechnischen Laboratorien im Rahmen des ReNuAl Programms ist für die Schweiz von grosser Bedeutung. Die Schweiz würdigte die Fertigstellung einer Linearbeschleunigeranlage (LINAC) für ihr medizinisches Dosimetrie Labor und war einer der Hauptförderer dieses Projektes.
  • Die Schweiz ist an der stetigen Weiterentwicklung des Programme of Action for Cancer Therapy (PACT) innerhalb der Technischen Kooperation (TC) sehr interessiert. PACT ist ein umfassendes Programm der IAEA zur Etablierung von Behandlungsmöglichkeiten von Tumoren (hauptsächlich Brust- sowie Gebärmutterhalskrebs) durch ionisierende Strahlung, wie z.B. Gamma- oder auch Röntgenstrahlung für Mitgliedsländer mit niedrigen und mittleren Einkommen.
  • Für die Schweiz ist es sehr wichtig, die nukleare Fachkompetenz auch im Hinblick auf die Energiestrategie 2050 weiter zu erhalten. Benoît Revaz würdigte die Ernennung der École polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) zum zweiten Collaboration Center der IAEA, neben dem Labor Spiez, in der Schweiz. Die IAEA Collaboration Center stehen für Exzellenz in der nuklearen Forschung. Die Ernennung ist ein Beleg dafür, dass die nukleare Forschung in der Schweiz eine grosse internationale Reputation besitzt und einen wesentlichen Beitrag zu den hohen nationalen und internationalen nuklearen Sicherheitsstandards leistet.

Ralf Straub, Fachspezialist Internationale Kernenergie, BFE

Bild: Dean Calma / IAEA

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