Beiträge

Welche Informationen benötigen Menschen in der Zukunft über geologische Tiefenlager? Diese vielschichtige Frage beschäftigte die Expertengruppe der internationalen Kernenergie-Agentur Nuclear Energy Agency (NEA) zum Thema Wissensmanagement und Markierung geologischer Tiefenlager in den letzten Jahren. An einem Workshop in Paris wurden die Ergebnisse präsentiert.

Im Zentrum stand dabei die geänderte Sichtweise: Früher sollte mit der Markierung eines geologischen Tiefenlagers das unbeabsichtigte menschliche Eindringen in ferner Zukunft verhindert werden. Dazu wurde z. B. das Konzept der Dornen-Landschaft entwickelt, welches Menschen abschrecken sollte, am Ort eines geologischen Tiefenlagers zu graben. So sollte verhindert werden, dass sich Menschen Gefahren durch die immer noch vorhandene Radioaktivität aussetzen.

Diese Sichtweise hat sich geändert. Heute steht eine offenere Überlegung im Vordergrund. Künftigen Generationen sollen eigene, informierte Entscheidungen über geologische Tiefenlager möglich sein. So wäre es z. B. denkbar, dass in ferner Zukunft – wenn die Radioaktivität im Tiefenlager auf ein ungefährliches Niveau abgeklungen ist – die eingelagerten Materialien als Ressourcen dienen könnten.

Deshalb ist die NEA-Expertengruppe zum Schluss gekommen, dass zu einem geologischen Tiefenlager ein ganzes Wissenserhaltungssystem über verschiedene Zeiträume benötigt wird. Dies soll technische (wie z. B. die Aufbewahrung des Abfallinventars) aber auch gesellschaftliche Aspekte (z. B. Museen, Kunst oder Informationszentren) umfassen. Künftige Generationen sollen so einerseits vergangene Überlegungen und Taten nachvollziehen, andererseits aber auch selbst gut informierte Entscheidungen zur noch ferneren Zukunft geologischer Tiefenlager fällen können.

Simone Brander, Leiterin Grundlagen Entsorgung

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne Noch keine Bewertungen
Loading...

Nach dem Unfall im japanischen Fukushima 2011 liess der Bundesrat die gesetzlichen und organisatorischen Massnahmen im Bereich des Notfallschutzes in der Schweiz überprüfen. In der Folge wurde die Notfallschutzverordnung NFSV total revidiert. Sie ist am 1. Januar 2019 in Kraft getreten. Ariane Thürler, Expertin für Kernenergierecht im Bundesamt für Energie, beantwortet die wichtigsten Fragen zur Revision. Weiterlesen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne Noch keine Bewertungen
Loading...

Das Kernenergiegesetz schreibt vor, dass die in der Schweiz anfallenden radioaktiven Abfälle grundsätzlich in der Schweiz und in geologischen Tiefenlagern entsorgt werden müssen. Im Video der Nagra erfahren Sie, weshalb andere Arten der Entsorgung weniger sicher sind, woher der radioaktive Abfall stammt und wie lange er in der Tiefe gelagert werden muss. Weiterlesen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne Noch keine Bewertungen
Loading...

BFE-Direktor Benoît Revaz leitete die Schweizer Delegation der ersten IAEA Ministerkonferenz für nukleare Wissenschaften und Technologien, die vom 28.-30. November in Wien durchgeführt wurde. Die Delegation setzte sich aus Vertretern des BFE und des EDA zusammen. Weiterlesen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne Noch keine Bewertungen
Loading...

BFE-Direktor Benoît Revaz leitete die Schweizer Delegation für die 62. Generalkonferenz der IAEA vom 17.-21. September in Wien. Sie bestand aus Vertretern des EDA, des BFE, des ENSI sowie des VBS. Die Delegation brachte sich aktiv und kompetent sowohl in den Plenarsitzungen als auch in den Beratungsgremien zu Resolutionen in den Bereichen der nuklearen Sicherheit, Sicherung, Safeguards sowie Technische Kooperation ein. An zahlreichen Side-Events wie auch an nuklear-wissenschaftlichen Veranstaltungen nahmen Schweizer Delegierte teil. Weiterlesen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne Noch keine Bewertungen
Loading...

Beim Erhalt der nuklearen Kompetenz in der Schweiz spielt das PSI eine ausgezeichnete Rolle: Der Bereich Nukleare Energie und Sicherheit (NES) bildet das Schweizerische Kompetenzzentrum im Rahmen der Energiestrategie 2050.

Entsprechend diesem Auftrag befasst sich der NES in den sechs Forschungslabors (Labor für Reaktorphysik und Systemverhalten [LRS], Labor für Thermohydraulik [LTH] , Labor für Endlagersicherheit [LES], Labor für Energiesystem-Analysen [LEA], Labor für Nukleare Materialien [LNM], Labor für Radiochemie [LRC]) sowie dem Hotlabor [AHL] mit Forschungsarbeiten aus den folgenden Fach-Gebieten: Weiterlesen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne Noch keine Bewertungen
Loading...

Vom 17. bis 18. November fand das voraussichtlich letzte Treffen des Board of Governors (BoG) der internationalen Atomenergiebehörde (IAEA)  in diesem Jahr statt. Bei der Zusammenkunft des Board of Governors standen verschiedene Themenbereiche im Vordergrund: Zum einen die Berichterstattung betreffend dem vorausgegangenen Technical Assistance Cooperation Committee (TACC), die Beratungen zur neuen Medium Term Strategy (MTS) 2018-2023 sowie die zusätzlichen Verifikationsaufgaben der IAEA im Iran.

Weiterlesen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne Noch keine Bewertungen
Loading...

Ryuhei Maeda, japanischer Botschafter in der Schweiz,  erklärt, welche Energiepolitik Japan verfolgt und warum das Land weiterhin auf Kernenergie setzt. Weiterlesen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne Noch keine Bewertungen
Loading...

Das Kernkraftwerk Mühleberg soll 2019 definitiv heruntergefahren und stillgelegt werden. Es handelt es sich dabei um die erste geplante Stillegung einer Kernanlage dieser Grösse in der Schweiz und zudem auch um die erste praktische Anwendung des seit 2005 geltenden Kernenergiegesetzes für eine solche Stillegung. Entsprechend stellt sich eine Vielzahl komplexer juristischer Fragen zur Anwendung und Auslegung des Gesetzes.

Die Stillegung eines Kernkraftwerkes beinhaltet jedoch nicht nur juristische Fragestellungen sondern auch viele technische Aspekte. Einen Einblick dazu verschaffte sich die Sektion Kernenergierecht anlässlich eines Besuchs der Anlage am 2. Juli 2015. Für den Rundgang durch das Werk mussten wir zuerst Schutzkleidung und Helme überziehen, wurden mit einem Dosimeter zur Strahlenmessung ausgestattet und anschliessend einzeln durch eine Schleuse in den kontrollierten Bereich gelassen. Weiterlesen

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne Noch keine Bewertungen
Loading...