Roadmap Elektromobilität 2030: Neu auch Busse und Lastwagen dabei
Die Roadmap Elektromobilität 2030 tritt in eine neue Phase ein. In der dritten Etappe wird der Blick über Personenwagen hinaus erweitert und auch Lastwagen, leichte Nutzfahrzeuge und Busse des öffentlichen Verkehrs einbezogen. Damit rückt erstmals das gesamte elektrische Verkehrssystem in den Fokus – von der Fahrzeugflotte über die Ladeinfrastruktur bis hin zur Stromversorgung.
Neue Schwerpunkte und breiterer Ansatz
Mit der Einbindung zusätzlicher Fahrzeugkategorien verfolgt die Roadmap einen systemischen Ansatz. Ladeinfrastrukturen, die für unterschiedliche Nutzfahrzeuge geeignet sind, können effizienter geplant und genutzt werden. Gleichzeitig werden die Anforderungen an die Netzkapazitäten und die Energieplanung gesamthaft betrachtet. Dies erleichtert die Integration erneuerbarer Energien und trägt dazu bei, Lastspitzen besser zu managen.
Für die Bevölkerung bedeutet dies eine langfristige Weiterentwicklung der Elektromobilität in Bereichen, die den Alltag prägen: im Gütertransport, in der städtischen Logistik und im öffentlichen Verkehr.
Arbeitsgruppen als Motor für praxisnahe Lösungen
Ein zentrales Element der Roadmap sind die thematischen Arbeitsgruppen. Dort erarbeiten Fachleute aus Wirtschaft, Energieversorgung, Verkehrsbetrieben und Verwaltung gemeinsam Lösungen für konkrete Herausforderungen. Die Ergebnisse reichen von technischen Empfehlungen bis zu betrieblichen Leitfäden, die von verschiedenen Branchen genutzt werden können. Diese sogenannten Leuchtturmprojekte zeigen, wie sich neue Ansätze in der Praxis bewähren und später breiter umgesetzt werden können.
Zusammenarbeit als Schlüssel
Rund 60 Unternehmen und Organisationen beteiligen sich derzeit an der dritten Etappe. Die Roadmap dient ihnen als Plattform, um Erfahrungen auszutauschen, Wissen zu bündeln und gemeinsame Standards zu entwickeln. Diese Zusammenarbeit stärkt die Dynamik im Markt und erleichtert es Gemeinden, Betrieben und Privatpersonen, sich im wachsenden Angebot der Elektromobilität zurechtzufinden.
Beispiele aus der Praxis
Hier sind zwei Beispiele, die die Vielfalt der möglichen Massnahmen zeigen:
Die Hugelshofer Logistik AG, Frauenfeld TG, arbeitet an der Elektrifizierung ihrer Nutzfahrzeugflotte und sammelt Erfahrungen im täglichen Betrieb.
Hugelshofer Logistik AG
Die BloqSens AG, Biel BE, entwickelt digitale Batteriezertifikate, die Transparenz über Herkunft und Lebenszyklus von Batterien schaffen sollen.
BloqSens AG
Beide Projekte verdeutlichen, wie technische Innovation und organisatorische Weiterentwicklung zusammenwirken.
Fabien Lüthi, Sektion Kommunikation Bundesamt für Energie
Bilder: BFE
Über die Roadmap
Die Roadmap Elektromobilität ist eine Plattform zur Vernetzung von Akteuren, welche mit individuellen Massnahmen zur Entwicklung der Elektromobilität in der Schweiz beitragen. Die Roadmap wurde 2018 vom UVEK initiiert und wird von den beiden Bundesämtern für Energie (BFE) und Strassen (ASTRA) geführt. Sie bietet regelmässig Informations- und Austauschveranstaltungen sowie thematische Workshops für ihre Mitglieder an. Die Teilnahme gründet auf Freiwilligkeit und ist nicht mit finanziellen Engagements verbunden.
Weitere Informationen zur Roadmap Elektromobilität: Über die Roadmap
BFE
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