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SWEET-Call 1-2021: Das Forschungsprogramm SWEET geht in die zweite Runde


Die zweite Ausschreibung des Forschungsprogrammes SWEET (SWiss Energy research for the Energy Transition) legt den Fokus auf effiziente und intelligente Energienutzung im alltäglichen Leben, insbesondere in den Sektoren Gebäude und Mobilität.

Die Art und Weise, wie wir arbeiten und leben, wie wir unsere Freizeit gestalten, verändert sich. In vielen Berufen ist orts- und zeitunabhängiges Arbeiten möglich und gewinnt an Stellenwert. Dadurch können der Arbeitsweg und die damit verbundenen Emissionen deutlich reduziert werden.

2. SWEET-Call ist lanciert.

Auch neue Wohn- und Lebensformen bieten viel Potenzial für höhere Energieeffizienz und den sorgsamen Umgang mit Ressourcen. Gleichzeitig steigt das Bedürfnis, die Freizeit in der fernen Natur zu verbringen. In der Freizeit sind viele nach wie vor mit dem Auto unterwegs. Shared-Mobility, Online-Shopping, aber auch Home Office ermöglichen eine effizientere und intelligente Nutzung kostbarer Ressourcen.

Diese Veränderungen beeinflussen den künftigen Energieverbrauch wesentlich. Eine Rolle spielen dabei auch neue regulatorische Rahmenbedingungen und nicht zuletzt neue digitale Technologien. Grosse Investoren und Unternehmen richten ihre Geschäftsstrategie zunehmend auf Nachhaltigkeit aus. Das lenkt grosse Finanzflüsse hin zu Energieeffizienz und den Ausbau der erneuerbaren Energien hin.

Hier setzt der zweite SWEET-Call an: Leben und Arbeiten (living and working) ist das Leitthema dieser Ausschreibung, die bis am 16. Juni 2021 läuft: Neben technischen Innovationen und Optimierungen sind insbesondere neue Geschäftsmodelle, Anreize für Investitionen und Verhaltensänderungen notwendig, um den Umbau des Energiesystems voranzutreiben und die Klimaziele zu erreichen.

Es soll untersucht werden, wie der Gesamtverbrauch an Energie minimiert und wie Energie in einem definierten Raum (Quartier, Stadtteil, etc.) effizient und kostengünstig bereitgestellt und verteilt werden kann. Das Ziel ist, die Lebensqualität zu steigern und gleichzeitig Ressourcen zu schonen und Emissionen zu minimieren.

Eine enge Zusammenarbeit von Forschenden mit Industriepartnern, der öffentlichen Hand und weiteren Interessensgruppen und der Einbezug der Bürger ist essentiell. Im Rahmen von «Living Labs» sollen neue Ideen, Konzepte und Technologien umfassend getestet und validiert werden. Konsortien, die sich auf die zweite SWEET Ausschreibung bewerben wollen, müssen sehr breit aufgestellt sein, einen transdisziplinären Ansatz verfolgen und alle relevanten Interessengruppen aktiv mit einbeziehen.

SWEET Call 1-2021 wird als zweistufige Ausschreibung durchgeführt (Pre-Proposal / Full Proposal). Nach dem Pre-Proposal werden nur die bestrangierten Konsortien eingeladen, ein Full Proposal nachzureichen. Die beiden besten Forschungsteams erhalten den Zuschlag. Das Budget des Calls beträgt 20 Millionen Franken. Zusätzlich stehen bis zu 15 Millionen aus dem Programm für Pilot- und Demonstrationsprojekte des Bundesamts für Energie zur Verfügung.

Konsortien können ihre Gesuche bis am 16. Juni 2021 beim Bundesamt für Energie einreichen.

Luca Castiglioni, Leiter Forschungsbereich Mobilität

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1 Antwort
  1. Markus Saurer
    Markus Saurer sagte:

    Das Parlament müsste solche „Forschungen“, die nichts mit Grundlagen des Charakters öffentlicher Güter zu tun haben, unverzüglich stoppen bzw. verbieten. Eine Effizienzsteigerung im Energieverbrauch stellt sich im Markt automatisch ein, wenn z.B. ein Cap&Trade-System für CO2 eingeführt wird. Alle anderen Massnahmen generieren Ecklösungen, Fehlallokationen und tote Lasten (einschliesslich Transaktionskosten und andere Umsetzungs- und Verwaltungskosten. Diese ineffizienten Massnahmen halten sich nur, weil viele von ihren Kosten und toten Lasten leben.

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