Am 09. September startet die dritte Ausschreibung des Förderprogramms SWEET mit dem Leitthema «Kritische Infrastrukturen, Klimawandel und Resilienz des Schweizer Energiesystems». Die Ausschreibung ist eine gemeinsame Aktivität des Bundesamts für Energie (BFE) und des National Center for Climate Services (NCCS).

Energieinfrastrukturen wie Kraftwerke, Stauanlagen oder die Netze für Strom, Gas und Wärme bilden das Rückgrat unserer jetzigen Energieversorgung. In Zukunft wird die Energieversorgung vermehrt durch dezentrale erneuerbare Energiequellen wie Photovoltaik- und Windanlagen, verschiedene Umwandlungs- und Speichertechnologien und die Digitalisierung geprägt werden.

Fehlfunktionen können gravierende Auswirkungen auf die Wirtschaft, die Gesellschaft sowie auf Dienstleistungen, die für das Wohlergehen der Bevölkerung wichtig sind (Energie- und Wasserversorgung, Abfall- und Abwasserentsorgung, medizinische Versorgung, etc.). Das sichere und zuverlässige Funktionieren dieser Infrastrukturen ist daher von zentraler Bedeutung.

Resilienz des Energiesystems im Fokus

Mit der Ausschreibung wird die schweizerische Forschungsgemeinschaft aufgefordert, die Verwundbarkeit und Resilienz des schweizerischen Energiesystems bis 2050 zu untersuchen. Die Forschungskonsortien sollen unter anderem erforschen, wie kritisch bestehende und zukünftige Energieinfrastrukturen sind beziehungsweise sein werden. Dabei müssen Gefahren durch Technik, Natur und Gesellschaft berücksichtigt werden.

Gefahren, die vom Klimawandel beeinflusst werden, sind dabei von besonderem Interesse. Von den Gesuchstellern wird unter anderem erwartet, dass durch ihre Untersuchungen konkrete Empfehlungen für Betreiberinnen und Betreiber von Infrastrukturen, politische Instanzen und Bundes- und Aufsichtsbehörden erarbeitet werden, wie die Resilienz des Energiesystems gesteigert werden kann.

Die Ausschreibung wird in zwei Stufen durchgeführt (Pre-Proposal / Full Proposal). Nach der Evaluation der Pre-Proposal werden die beiden bestplatzierten Konsortien eingeladen, ein Full Proposal nachzureichen. Am Ende wird ein Konsortium den Zuschlag erhalten. Das Budget des Calls beträgt 10 Millionen Franken.

Konsortien können ihre Pre-Proposal bis zum 3. Dezember 2021 beim Bundesamt für Energie einreichen.
Hier geht es zu den Informationen zur Ausschreibung.

Alice Feehan, Fachspezialistin Energieforschung und Cleantech, Bundesamt für Energie

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