Schlagwort-Archive: Entsorgung

Tschüss, Adieu, Arrivederci!


Nach 22 Jahren verlasse ich das BFE und die Sektion Entsorgung der radioaktiven Abfälle. Angefangen habe ich ein Jahr, bevor die Nidwaldner Bevölkerung 1995 das Rahmenbewilligungsgesuch für ein Endlager im Wellenberg ablehnte. Der Bund, vertreten durch das Bundesamt für Energie (BFE), war damals höchstens Beobachter. Dafür genügte eine Person, und dafür wurde ich angestellt. Tschüss, Adieu, Arrivederci! weiterlesen

Was passiert mit dem radioaktiven Abfall der Schweiz?


Die im Bereich Entsorgung häufig gestellte Frage ist: «Wohin mit dem radioaktiven Abfall?» Der Sachplan geologische Tiefenlager beinhaltet ein Konzept, wie die Standortsuche für geologische Tiefenlager erfolgen muss. Das Entsorgungsprogramm, dass gemäss Kernenergieverordnung alle fünf Jahre von der Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) aktualisiert werden muss, enthält weitere wichtige Informationen. So beschreibt es beispielsweise die Herkunft, Art und Menge der radioaktiven Abfälle. Weiter zeigt es die Ausgestaltung der geologischen Tiefenlager, die Zuteilung der Abfälle und den Realisierungsplan für den Bau der Lager auf. Und es dokumentiert die Dauer und die nötigen Kapazitäten der zentralen und der dezentralen Zwischenlagerung der radioaktiven Abfälle sowie die Kosten und die Finanzierung der Entsorgung. Heute hat die Nagra das aktuelle Entsorgungsprogramm 2016 eingereicht (siehe Medienmitteilung). Was passiert mit dem radioaktiven Abfall der Schweiz? weiterlesen

Forschungsprogramm Radioaktive Abfälle: die Themen 2017–2020


Wie sollen nachfolgende Generationen über geologische Tiefenlager informiert werden? Was geschieht mit den künftig anfallenden schwach- und mittelradioaktiven Abfällen (SMA) aus Medizin, Industrie und Forschung nach Verschluss des geplanten SMA-Lagers? Lassen sich die Erkenntnisse aus der regionalen Partizipation des Standortauswahlverfahrens auch auf andere Grossprojekte des Bundes übertragen? Diese und andere Fragen werden im Forschungsprogramm Radioaktive Abfälle des Bundesamt für Energie (BFE) untersucht. Forschungsprogramm Radioaktive Abfälle: die Themen 2017–2020 weiterlesen

Mittendrin und doch ausgeschlossen?


Für Anfang 2016 plante die Nagra 3D-seismische Messungen (Messungen, um geologische Formationen zu analysieren) im Standortgebiet Zürich Nordost – unter anderem auch auf dem Gebiet der deutschen Gemeinde Jestetten. Dazu beantragte die Nagra im Sommer 2015 Zugang zu den gemeindeeignen Grundstücken. Nach anfänglicher Ablehnung des Nagra-Gesuchs im Juni 2015 durch den Gemeinderat von Jestetten, kam dieser im Januar 2016 auf seinen Beschluss zurück und entschied, die seismischen Messungen unter der Bedingung zuzulassen, dass Jestetten einen Sitz in der Leitungsgruppe der Regionalkonferenz Zürich Nordost erhält. Die Nagra beendete die seismischen Messungen in Zürich Nordost am 25. Februar 2016 – ohne in Jestetten zu messen. Die Frage des Mitspracherechts der deutschen Gemeinde Jestetten in der Regionalkonferenz war daher für die Infoveranstaltung der Bürgerinitiative «Hochrhein aktiv» vom 10. Juni 2016 in Jestetten zentral. Mittendrin und doch ausgeschlossen? weiterlesen

Entsorgung: Uns kümmert das «Geschwätz» von gestern


Politik, sagt man, ist eine kurzlebige Sache. Und die Entsorgung radioaktiver Abfälle ist eine äusserst politische Angelegenheit. Eigentlich sind dies also eher schlechte Voraussetzungen, um eine langfristige Lösung für ein Generationenprojekt zu entwickeln. Umso wichtiger ist es deshalb in der Entsorgung radioaktiver Abfälle, um ein gutes und nachhaltiges Wissensmanagement besorgt zu sein. Während Institutionen wie das Bundesamt für Energie oder die Nagra über Instrumente zum Wissenstransfer oder der Archivierung verfügen, ist dies eine neue Herausforderung für die Regionalkonferenzen, d.h. die partizipativen Miliz-Gremien im Auswahlverfahren für Tiefenlager-Standorte. Entsorgung: Uns kümmert das «Geschwätz» von gestern weiterlesen

Noch Fragen?


Das Bundesamt für Energie betreibt den Energie-Briefkasten der Nation, der rege benutzt wird. Täglich füllen ihn Bürgerinnen und Bürgern mit Fragen und Kommentaren zur Energiepolitik, die von einfachen Sachfragen bis zu komplexen Erkundigungen oder Theorien reichen. In der Serie „Noch Fragen?“ präsentieren wir die interessantesten Zuschriften und Antworten. Noch Fragen? weiterlesen

Tiefenlager: Wer ist eigentlich betroffen?


Dass die Betroffenen bei einem so wichtigen Thema wie der Suche nach einem geologischen Tiefenlager einbezogen werden müssen, steht in einem demokratischen Land wie der Schweiz ausser Frage. Doch schnell stellt sich die Folgefrage: Wer genau ist von einem allfälligen Tiefenlager betroffen? Im wenig dicht besiedelten Schweden oder Finnland lässt sich die Betroffenheit auf einzelne Gemeinden eingrenzen. In der kleinräumigen, dicht besiedelten Schweiz ist dies nicht möglich. Die sogenannten «Standortregionen» umfassen hierzulande denn auch je 8 bis 49 Gemeinden mit insgesamt über 700 000 Personen. In vier der sechs Standortregionen sind auch deutsche Gemeinden dabei. Tiefenlager: Wer ist eigentlich betroffen? weiterlesen