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Ein Besuch beim Stromerzeuger von Bhutan, Druk Green Power Corp. (DGPC), lässt erkennen, dass Wasserkraft nicht nur in Europa einen schwierigen Stand hat. DGPC betreibt vier Kraftwerke mit einer Gesamtleistung von 1615 MW. 70% der Erzeugung wird nach Indien exportiert, was rund 27% der Budgeteinnahmen und 13% des BIP ausmacht. Bhutans wirtschaftliches Wasserkraftpotenzial wird auf knapp 24 GW geschätzt. Indien finanziert den Grossteil von knapp 3 GW an neuen Kraftwerken, indische Unternehmen sind an Kraftwerken beteiligt und finanzieren diese mit Stromabnahmeverträgen. Diese neuen Kraftwerke sollen den Trend von sinkender Produktion und Exporten und steigender inländischer Nachfrage umkehren. Der Zugang zur indischen Strombörse bleibt für Bhutan begrenzt. Sorgen bereitet die Frage, ob bhutanische Wasserkraft sich gegenüber den sinkenden Solar- und Windstromkosten in Indien behaupten kann. DGPC investiert stark in den Unterhalt und die Erneuerung seiner älteren Anlagen. Reminiszenzen an die Schweiz kommen auf, als bei unserem Besuch der «Wasserzins» (in Form einer Ablieferung von 15% der Produktion) und die Erneuerung der 30-jährigen Konzessionen angesprochen werden. Eindrücklich sind die Beziehungen von DGPC-Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zur Schweiz, die auf Studienjahren oder geschäftlichen Partnerschaften beruhen.

Jean-Christophe Füeg, Leiter Internationales BFE

Bild: Drukgreen.bt

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