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Um das Stromnetz und dessen Kopplung mit dem Gas- und Wärmenetz besser verstehen zu können, bauen die ETH Zürich, das Paul Scherrer Institut (PSI) und die Empa eine gemeinsame Forschungsplattform auf. Diese trägt den Namen ReMaP, was für «Renewable Management and Real-Time Control Platform» steht.

ReMaP vereint verschiedene Plattformen, welche von der Empa und dem PSI in den letzten Jahren entwickelt worden sind: So werden die Mobilitätsplattform move, das modulare Forschungs- und Innovationsgebäude NEST, die Energieforschungsplattform ehub und die Versuchsplattform ESI unter der Federführung der ETH zu einer gemeinsamen Plattform zusammengeführt. Dabei werden nicht nur die Steuerungselemente verbunden, sondern auch digitale Modelle entwickelt, welche die Modellierung des Gesamtsystems vor einem Experiment ermöglichen.

Die Zusammenführung ist ein wichtiger Schritt, der zu einem besseren Verständnis der verschiedenen Aspekte des Gesamtsystems führen soll. Die neue Plattform wird Zusammenhänge und Wechselwirkungen sichtbarer machen und eine realitätsnahe Forschung erlauben. Zusätzlich kann durch die gemeinsame Infrastruktur die Zusammenarbeit der verschiedenen Forschungsteams gestärkt werden. Neben der Forschung profitieren auch die Industriepartner: So kann beispielsweise Smart Grid Solutions (SGS) auf der ReMaP-Plattform seine Software für Smart-Grid-Anwendungen testen, weiterentwickeln und damit wertvolle Erfahrungen sammeln.

Die Erkenntnisse, welche aufgrund von ReMaP gewonnen werden, können die Integration von erneuerbaren Energien ins Energiesystem vorantreiben und die Effizienz des Systems steigern. Deshalb wird das Projekt auch durch das Pilot- und Demonstrationsprogramm des Bundesamts für Energie (BFE) unterstützt. ReMaP steht auch anderen Interessierten aus der Forschung und Industrie offen.

Nathalie Rüegg, Hochschulpraktikantin Energieforschung und Cleantech, BFE

Bild: Energy Science Center ETHZ

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