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«Wie kann der Schweizer Gebäudepark energieeffizienter und ressourcenschonender gestaltet werden? Wieso gibt es so wenig Innovation in diesem Bereich? Wie können Unsicherheiten und wirtschaftliche Risiken für die Bauherren verringert werden?» Solche Fragen dürften sich die initiativen Köpfe der Empa gestellt haben, als sie vor einigen Jahren das «NEST»-Konzept entwickelten. Mit NEST wollten sie Forschenden und Partnern aus der Wirtschaft eine Plattform bieten, um Innovationen für nachhaltiges Bauen im realen Umfeld zu erproben und damit schneller auf den Markt zu bringen.

Das BFE hat den Aufbau des NEST während 5 Jahren im Rahmen des Pilot-, Demonstrations- und Leuchtturmprogramms unterstützt und kann nun ein durchaus positives Fazit ziehen. Seit dem Spatenstich hat sich einiges getan: Nicht nur wurde der sogenannte Backbone errichtet, sondern auch fünf Forschungs-Units eingebaut und in Betrieb genommen. Zudem wurde der Energy- sowie der Water-Hub aufgebaut, womit Konzepte auf Quartierebene getestet werden können. Der Bericht, der zum Abschluss der BFE-Unterstützung per Ende 2018 verfasst wurde und nun auf Aramis öffentlich verfügbar ist, gibt Aufschluss über die bisherigen Aktivitäten und Erfolge.

Doch die Arbeiten im und am NEST gehen weiter – mit Forschung an den bestehenden Units, dem Aufbau von neuen Units und in einigen Jahren dann auch mit dem Umbau der Units. So wurde erst am letzten Mittwoch der neueste Unit «DFAB HOUSE» zum Thema digitale Fabrikation eingeweiht. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob die Industriepartner den Nutzen dieses «Living Lab» erkannt haben und ihre Produkte im NEST testen, weiterentwickeln und so optimieren, dass danach der Markteintritt rasch gelingt. Überzeugt vom innovativen Ansatz von «NEST» und vom künftigen Erfolg ist die Jury des Watt d’Or, die «NEST» Anfang Januar 2019 mit dem Watt d’Or 2019 in der Spezialkategorie «Transition» ausgezeichnet hat. Sicher ist, dass im Gebäudebereich noch Potenzial besteht für Innovationen, die zu einer nachhaltigen, energie- und ressourcenschonenden Gesellschaft beitragen. Wir werden die Entwicklungen jedenfalls gespannt verfolgen!

Informationen zu aktuellen Aktivitäten sind auch in Zukunft auf der NEST-Webseite zu finden.

Andrea Möller, Sektion Energieforschung und Cleantech

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