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«Bestimmen Sie den Komfort Ihrer Zweitwohnung aus der Ferne» – mit diesen Worten wurde letzte Woche die Kampagne «MakeHeatSimple» im Bischofsschloss Leuk ins Leben gerufen. Während einer Pilotphase von zwei Monaten sollen Besitzerinnen und Besitzer von Zweitwohnungen im Wallis dazu motiviert werden, ihre Heizungen mit Fernbedienungen auszurüsten. Anschliessend wird die Kampagne weitere vier Jahre landesweit laufen.

In der Schweiz gibt es 700’000 Zweitwohnungen – aber nur bei zwei Prozent dieser Chalets und Ferienwohnungen wird die Heizung via Fernbedienung reguliert. Die meisten restlichen Wohnungen werden ganzjährig auf 15 Grad oder mehr geheizt. Das Energiesparpotenzial ist daher riesig. Gemäss einer Studie des Bundesamtes für Energie könnten mit einem besseren Management jährlich rund 2200 Gigawattstunden eingespart werden, nämlich rund 145 Millionen Liter Heizöl, 39 Millionen Kubikmeter Erdgas und 362 Gigawattstunden Strom. Das entspricht rund drei Prozent des jährlichen Endenergieverbrauchs der Schweizer Haushalte.

Fast 15 Prozent aller Zweitwohnungen der Schweiz befinden sich im Wallis. Würden die Besitzerinnen und Besitzer dort auf eine ferngesteuerte Heizung umstellen, könnte im Jahr so viel Energie eingespart werden, wie die Gemeinde Leuk in sieben Jahren für Warmwasser und Raumheizung benötigt. Für eine einzelne Wohnung bedeutet eine Umstellung auf Fernheizen nicht nur eine Reduktion des Heizenergieverbrauchs von dreissig bis sechzig Prozent, sondern auch eine jährliche Ersparnis von 200 bis 800 Franken.

Dreh- und Angelpunkt der Kampagne ist das Tool www.MakeHeatSimple.ch, das Patrick Kutschera, Geschäftsführer von EnergieSchweiz, beim Launch live demonstrierte. Damit finden Interessierte schnell und einfach Infos zur Installation eines Fernsteuerungssystems sowie einen passenden Installateur in der Umgebung. 

Linda Schweizer, Hochschulpraktikantin EnergieSchweiz

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