In der Zürcher Altstadt kann man diesen Sommer in die Energiegeschichte der Stadt Zürich eintauchen: Das Stadtarchiv zeigt, wie die Stadt über die Jahrzehnte mit Wasserkraft elektrifiziert wurde und woher der nötige Strom kam. Die Ausstellung ist auch eine Reise durch die Schweiz, zu den Kraftwerken und den Menschen, welche sie gebaut haben.

Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) hat 2015 seine Bildersammlung an das Stadtarchiv Zürich übergeben. Die Sammlung von rund 7000 Bildern umfasst die Zeitspanne von der Jahrhundertwende bis in die 1970er-Jahre. Das Stadtarchiv nahm dies zum Anlass, mit einer Auswahl dieser Bilder die Elektrifizierung der Stadt aufzuzeigen.

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Der Besucher kann in der Ausstellung verfolgen, wie der steigende Elektrizitätsbedarf der Städter Innovation und den Bau neuer Wasserkraftwerke nach sich zieht. Das Kraftwerk Letten ging bereits 1893 in Betrieb, als erstes Kraftwerk des ewz. Bis heute steht das Wasserkraftwerk mitten in der Stadt an der Limmat, wo sich im Sommer Badegäste tummeln. Doch schon bald kann das Kraftwerk Letten die Nachfrage nicht mehr decken. Und so werden weitere Wasserkraftwerke gebaut. Zuerst in der näheren Umgebung an der Aare im Kanton Aargau. Danach das erste Kraftwerk an der Albula, auf das weitere folgen, und das Kraftwerk im Wägital.

Die Ausstellung fokussiert auf die technische Leistung beim Bau dieser Kraftwerke, aber nicht nur. Sie zeigt auch die Arbeiter auf den Baustellen und ihre zuweilen widrigen Arbeitsbedingungen. Die Publikation arché des Stadtarchivs bietet weitere Informationen zur Wasserkraft und baut den historischen Kontext aus. Die Ausstellung läuft noch bis zum 24. September und der Besuch des Stadtarchivs (Neumarkt 4, 8001 Zürich) ist gratis.

 

Lisa Brombach, Medien und Politik, BFE

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