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Wer umweltbewusst ist, aber nicht gänzlich aufs Auto verzichten möchte, ist beim Schweizer Startup Catch a Car genau richtig. Der Carsharing Anbieter hat kürzlich in Basel 30 E-Golfs eingeführt und damit sein Versprechen wahrgemacht, noch dieses Jahr 20 Prozent der dortigen Flotte zu elektrifizieren.

Es ist das erste Angebot dieser Art in der ganzen Schweiz, denn die E-Cars von Catch a Car sind free-floating: Nutzer können die Autos über eine App orten und nach Gebrauch irgendwo innerhalb der vorgegebenen Zone wieder abstellen. Sie müssen also nicht zu einer fixen Station zurückkehren, so wie man es von anderen Sharing-Anbietern kennt.

ETH-Studie: dank Catch a Car weniger Autos in Basel
Die neuen E-Cars sind jedoch nicht der einzige Grund zur Freude für das junge Unternehmen. Zeitgleich mit der Lancierung hat Catch a Car die Resultate einer weiteren Untersuchung zur Nutzung von stationsungebundenem Carsharing und den Auswirkungen auf den städtischen Verkehr in Basel veröffentlicht. Durchgeführt wurde die Studie erneut vom Institut für Verkehrsplanung und Transportsysteme der ETH Zürich. Befragt wurden 508 Kunden von Catch a Car, 580 Mobility-Mitglieder und 354 Personen aus einer repräsentativen Stichprobe der Basler Bevölkerung.

Die Resultate sprechen für sich: Catch a Car bietet eine kostengünstige Möglichkeit, innerstädtische Strecken – etwa Einkaufs- und Arbeitswege oder Flughafen- und Bahnhoftransfers – in kurzer Zeit zurückzulegen und erlaubt einem Teil der Kunden den Verzicht aufs Privatauto. Rund sechs Prozent der Befragten geben nämlich an, ihren Fahrzeugbestand wegen Catch a Car reduziert zu haben. Gäbe es das Angebot nicht mehr, würden elf Prozent ein eigenes Auto anschaffen – drei Prozent mehr als in der vorangehenden Untersuchung. Hochgerechnet auf die Zahl der Nutzer ergibt sich für Basel eine Reduktion von 500 Privatfahrzeugen. Aufgrund des geringen Verbrauchs der Flotte sinken die CO2-Emissionen zudem um rund 175 Tonnen im Jahr.

Catch a Car beweist damit, dass der Traum von einer Stadt ohne Verkehrschaos, Abgase und Lärm kein Wunschdenken sein muss. Zudem ist die Hälfte der Nutzerinnen und Nutzer unter 38 Jahren. Dies dürfte ein Anzeichen dafür sein, dass das Angebot dem Zeitgeist entspricht und in einem Teil der Bevölkerung ein Mentalitätswandel stattfindet – weg vom Privatauto, hin zum stationsungebundenen Carsharing.

René Maeder, CEO Catch a Car

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