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Im September 2011 wurde die Regionalkonferenz Zürich Nordost (RK ZNO) gegründet. Seitdem vertritt sie die Interessen der Standortregion im Sachplanverfahren geologische Tiefenlager. Am 24. November 2018 hat sie die notwendigen Anpassungen für die dritte Etappe vorgenommen. Jürg Grau, Präsident der RK ZNO, berichtete in einem Interview über den Abschluss von Etappe 2 und die Vorbereitungsarbeiten für Etappe 3.

Welches waren die grössten Herausforderungen in der Standortregion ZNO in Etappe 2?
Jürg Grau, Präsident RK ZNO: Immer wieder galt es darauf zu achten, dass das Gleichgewicht zwischen den einzelnen Interessensgruppen gehalten werden kann, regional wie auch ideologisch. Dabei musste sichergestellt werden, dass ALLE ihre Meinung einbringen konnten. Weiter musste dafür gesorgt werden, dass über die Arbeit der RK ausgewogen berichterstattet wurde.

Werden diese Herausforderungen auch in Etappe 3 bestehen? Welche neuen Herausforderungen werden dazukommen?
Ja, davon gehe ich aus. Dazukommen wird ab ca. 2022 ein erhöhtes Informationsbedürfnis der Bevölkerung, wenn die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) ihren Standortentscheid für das Rahmenbewilligungsgesuch bekannt gibt und sie allenfalls bei uns ein Lager für schwach- und mittelaktive (SMA) oder hochaktive Abfälle (HAA) oder ein Kombilager beantragt.

 Heute hat sich die Standortregion für Etappe 3 parat gemacht. Wie wird die RK die Aufgaben angehen?
Wir setzen auf Kontinuität. Was sich in Etappe 2 bewährt hat, soll in Etappe 3 nicht grundlos über Bord geworfen werden. Wir haben gute, stabile Teams, sowohl im Vorstand als auch in den Fachgruppen. Wichtig wird die Schulung und Integration der gut 30 Neumitglieder sein. Abgänge sollen in den kommenden Jahren noch vermehrt durch Jugendliche ersetzt werden.

Was wünscht sich der neu bestätigte Präsident der RK ZNO von den verschiedenen AkteurInnen für Etappe 3?
Dass Partizipation als solches verstanden wird – die RK darf nicht zum Leistungserbringer des Bundesamts für Energie (BFE) genutzt werden. Ich wünsche mir Fairplay und damit verbunden gegenseitiges Vertrauen. Dass man aufeinander zugeht, Probleme offen ansprechen und konstruktive Lösungen suchen kann. Wichtig dabei ist gegenseitiger Respekt und aufeinander einzugehen.

Die Fragen stellte Stefan Jordi, Leiter Regionale Partizipation, BFE

 

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