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Mit Aus- und Weiterbildung zum/r FernwärmeexpertIn


Statt mit dem Öl aus dem Tank im eigenen Keller werden künftig immer mehr Gebäude mit Fernwärme geheizt. Doch der Ausbau der Fernwärmenetze geht nicht ohne entsprechend ausgebildete Fachleute. Der Verband Fernwärme Schweiz (VFS) publiziert deshalb in einer Broschüre eine Übersicht mit allen aktuell verfügbaren Aus- und Weiterbildungsangeboten.

Das Angebot ist breit und reicht vom eintägigen Kurs Fernwärme bis zum CAS Thermische Netze der Hochschule Luzern, beinhaltet Praxisforen oder Seminare für den Austausch ebenso wie Verkaufstrainings oder Vorbereitungskurse und Berufsprüfungen (z.B. Schweisserprüfung).

Die Broschüre richtet sich an Planerinnen und Planer, aber auch an Entscheidungsträger in Behörden oder Investorinnen und Investoren. Es umfasst aber auch Angebote für einzelne Berufsgruppen (technisches Personal von Fernwärme- und Energieversorgungsunternehmen, Rohrnetzmonteure, Facharbeiter im Metall-, Heizungs-, Anlagen- und Apparatebau etc.)

Der Fachverband Fernwärme Schweiz hat sein eigenes Bildungsangebot laufend erweitert. Aufgeführt sind in der Broschüre aber auch zahlreiche Kurse von anderen Organisationen und Institutionen aus der ganzen Schweiz und auch solche aus Deutschland. Die Broschüre kann online heruntergeladen werden und soll zukünftig jährlich publiziert werden. Die Daten der Anlässe werden im Veranstaltungskalender auf der VFS-Webseite laufend aktualisiert. EnergieSchweiz, das Programm des Bundesamtes für Energie für Energieeffizienz und Erneuerbare Energien hat die Erstellung der Broschüre unterstützt.

Andreas Hurni ist Geschäftsführer des Verbands Fernwärme Schweiz. Energeiaplus wollte von ihm wissen, was diese Zusammenstellung der Bildungsangebote zum Fachkräftemangel beitragen kann.

Andreas Hurni ist Geschäftsführer des Verbands Fernwärme Schweiz.

Energeiaplus: Der Fachkräftemangel ist in aller Munde. In der Pflege, in der Informatik, im Gebäudebereich gibt es zu wenig Fachleute. Wie gross ist das Problem im Bereich Fernwärme?

Andreas Hurni: Aufgrund der zahlreichen Fernwärme-Ausbauprojekte ist die Nachfrage nach Fachleuten zurzeit sehr gross, sei dies auf Betreiber-, Planer- oder Lieferantenseite. Verschärft wird die Situation durch den in den nächsten Jahren absehbaren Abgang von vielen Spezialisten der Babyboomer-Generation.

Das Aus- und Weiterbildungsangebot im Bereich Fernwärme ist da. Das zeigt die Übersicht in der Broschüre. Jetzt muss das Angebot noch genutzt werden. Wie sieht es da aus?

Das Angebot wird eifrig genutzt, wie die erfreuliche Entwicklung der Teilnehmerzahlen der meisten Veranstaltungen zeigen.

Kann diese Zusammenstellung einen Beitrag gegen den Fachkräftemangel leisten?

Die Broschüre leistet sicher einen Beitrag für die bessere Sichtbarkeit der Branche, was hoffentlich viele junge Personen dazu veranlasst, in diesem Bereich tätig zu werden. Der Hauptnutzen liegt aber sicherlich darin, den bereits in der Branche oder thematisch verwandten Gebieten tätigen Fachkräften Orientierung zu bieten über das vielseitige Aus- und Weiterbildungsangebot.

Reicht Aus- und Weiterbildung aus, um die Fachleute bei der Stange zu halten?

Neben Aus- und Weiterbildung braucht es selbstverständlich auch attraktive Anstellungsbedingungen der Fernwärme-Unternehmen. Auch die Entscheide sehr vieler Städte und Betreiber auf die Karte thermische Netze zu setzen, um damit einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der energie- und klimapolitischen Ziele zu erbringen, trägt dazu bei, die Fachleute bei der Stange zu halten und zusätzlich Nachwuchs zu gewinnen.

Brigitte Mader, Kommunikation, Bundesamt für Energie

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