Wie so viele andere Branchen durchlebt die Mobilität infolge Corona gerade einen markanten Wandel. Während der Strassenverkehr seit Ostern wieder deutlich zugenommen hat, bleiben viele Sitze im öffentlichen Verkehr nach wie vor leer. Eine Ursache für diese Entwicklung liegt sicher darin, dass immer noch viele Menschen im HomeOffice bzw. HomeSchooling tätig sind. Ein anderer Aspekt dürfte sein, dass Unsicherheiten über die Ansteckungsgefahr und die Einhaltung der Hygienemassnahmen im öffentlichen Verkehr bestehen, so dass man entweder ganz auf eine Reise verzichtet oder diese lieber im Auto oder mit dem Velo unternimmt. Parallel zu dieser teils nur vorübergehenden Änderung im Mobilitätsverhalten findet ein technologischer Wandel auf Fahrzeugebene statt. Nebst immer leistungsfähigeren Assistenz- und Komfortsystemen erhalten Verbrennungsmotoren immer öfter Unterstützung durch Elektromotoren oder sie werden, mit dem Ziel tieferer CO2-Emissionen, vollständig durch elektrische Antriebe ersetzt. Besonders im Bereich der Nutzfahrzeuge kommen vermehrt auch alternative Treibstoffe wie Biogas, LNG (Erdgas) oder Wasserstoff zum Einsatz.

Den aktuellen Umständen geschuldet, brach der Verkauf neuer Fahrzeuge in den letzten Monaten massiv ein. Für die Garagisten wurde in dieser Zeit der Werkstattbetrieb, der zumindest teilweise aufrechterhalten werden konnte, umso wichtiger. So viele Garagisten wie nie nutzen seit März die freien Werkstattkapazitäten zu Gunsten der Umwelt und Energieeffizienz, um an den Fahrzeugen ihrer Kunden den AutoEnergieCheck durchzuführen. Besonders im durch schönes Wetter und warme Temperaturen geprägten April wurde der Wechsel auf die Sommerräder oft ergänzt durch einen für die Garagen-Kunden kostenlosen AutoEnergieCheck. Im Vergleich zu den Vorjahren war die Zahl der durchgeführten Checks diesen April rund fünf Mal höher. Ohne die ideelle und finanzielle Unterstützung durch EnergieSchweiz sowie der weiteren Projektpartner EcoDrive und AXA wäre diese Dienstleistung nicht möglich. Als Projektverantwortlicher ist der Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS) stolz, dass EnergieSchweiz den AutoEnergieCheck bereits seit dessen Entstehung unterstützt. Seit dem Jahr 2012 sind bereits 70’000 Checks durchgeführt worden. Dadurch konnten Autofahrerinnen und Autofahrer rund 80’000 Tonnen an CO2-Emissionen einsparen. Pro Fahrzeug entspricht dies jährlich bis zu 240 Liter Treibstoff bzw. 300 Franken, die Portemonnaie und Umwelt entlasten.

Viele Garagisten begegnen den COVID-19 bedingten Herausforderungen und Unsicherheiten mit Mut, Kreativität und Pragmatismus. In Zeiten der Unsicherheit und des Wandels kommt ihnen sicher auch zu Gute, dass sie sich seit eh und je gewohnt sind, mit technologischen, wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Änderungen umzugehen. Was dabei hilft, ist Offenheit gegenüber Neuem. Sei dies die Elektrifizierung der Mobilität oder eben der AutoEnergieCheck. Als verlässliche Partner unterstützen und motivieren der AGVS und EnergieSchweiz die Schweizer Garagisten, damit sie die umweltfreundliche Dienstleistung an möglichst vielen Fahrzeugen durchführen.

Markus Peter, Leiter Technik & Umwelt beim Auto Gewerbe Verband Schweiz (AGVS)

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne 2 Vote(s), Durchschnitt: 5,00
Loading...
0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .