In der Schweiz können Besitzer von Einfamilienhäusern heute flexibel Strom aus dem Netz beziehen und auch Strom – zum Beispiel aus einer Photovoltaikanlage – ins Netz einspeisen. Ihr Anschluss an das Stromnetz wird immer genügend gross dimensioniert. Für die Konsumenten ist diese Flexibilität komfortabel, nicht aber für die Netzbetreiber: Spitzen bei Strombezug und -einspeisung drohen nämlich die Netzstabilität zu gefährden. Ein Forschungsprojekt hat nun gezeigt, dass sich diese Problematik entschärfen liesse, wenn Einfamilienhäuser deutlich tiefer – nämlich bei lediglich 16 Ampère – abgesichert würden. Trotzdem müssen Stromkonsumenten keine Angst haben, künftig nicht mehr genügend Strom aus dem Netz beziehen bzw. ins Netz einspeisen zu können. Fachartikel unter: www.bfe.admin.ch/ec-gebaeude

Dr. Benedikt Vogel, Wissenschaftsjournalist, im Auftrag des Bundesamts für Energie (BFE)

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2 Kommentare
  1. Daniel Stüssi
    Daniel Stüssi sagte:

    In Frankreich wählt man bereits heute die Leistung in sehr verschiedenen Stufen und das spürt man auch preislich deutlich. Um das in der Schweiz umzusetzen müssen aber zuallererst die Fachleute (Elektriker, Elektroplaner) umgewöhnt werden. Da sehe ich die grössten Probleme denn wenn es nach denen geht, können nicht genug Reserven eingeplant werden. Ich war schon mit der Aussage eines Planungsbüros konfrontiert, dass eine Trafostation nötig ist, wenn man Ladestationen für E-Mobile vorsehen will (eine bis zwei Stationen !!!!). Für die Haushalte ist das heute schon plausibel.

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  2. Jürgen Baumann
    Jürgen Baumann sagte:

    16 Ampere pro Phase ist schon etwas dünn. Insbesondere wenn man ein Fahrzeug hat, dass 11 kW oder mehr aufnehmen kann.
    Ein erster Schritt könnte 32 Ampere pro Phase sein. Danach 20 Ampere, wenn sich der Verbrauch entsprechend eingependelt hat und entsprechend einfach ablesbare und mobile Anzeigen über den aktuellen Bezug zur Verfügung stehen. Dann kann man seine Bezugsstrategie richten.
    Hinweis: Wenn ein bestehendes Einfamilienhaus früher (oder noch jetzt) eine Elektrospeicherheizung nutzte, dann waren Absicherungen mit 100 Ampere die Regel – jedenfalls hier in unserem Quartier. Als wir 2013 die alte Elektrospeicherheizung von 1977 abgelöst haben, wurde der Anschluss auf 63 Ampere herunter gesetzt. Das ist noch sehr üppig.
    Ich vermute, dass in bestehenden Einfamilienhaus Quartieren durch die Ablösung der Elektrospeicherheizungen noch eine Menge Reserven frei gemacht werden können, ohne das auch nur an einen Ausbau gedacht werden muss.
    Hier spielt auch der Faktor Zeit eine Rolle. Für viele der Elektrospeicher Anlagen mag man vielleicht noch Ersatzteile bekommen, aber die Leute die was von den Anlagen verstehen, werden pensioniert.
    Das war für uns der Hauptgrund die noch funktionstüchtige Anlage geordnet abzulösen.

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