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Thermische Netze stellen eine Verbindung her zwischen Gebieten mit hohem Wärme- bzw. Kälteüberschuss und solchen mit grossem Wärme- bzw. Kältebedarf. Die Netze ermöglichen beispielsweise die Beheizung von Gebäuden mit Abwärme aus einer Kehrichtverbrennungsanlage. Das BFE hat gemeinsam mit dem Verband Fernwärme Schweiz Daten publiziert, welche bei der Planung von thermischen Netzen als Grundlage dienen können. Die Daten sind als Open Government Data frei verfügbar und können unter map.geo.admin.ch oder Opendata.swiss bezogen werden.

Das Bundesamt für Energie hat drei verschiedene Datensätze zu thermischen Netzen publiziert:

Wärme- und Kälteangebot

Wärme- und Kälteangebote sind ortsgebundene, erneuerbare und CO2-freie Energiequellen, die zur Verteilung der Wärme bzw. Kälte über thermische Netze genutzt werden. Dazu gehören Abwärme, Umweltwärme und Biomasse.

Wärmenachfrage der Industrie

Industrie- und Gewerbebetriebe benötigen Prozesswärme von teilweise über 1000 Grad Celsius. Diese Daten zeigen für die ganze Schweiz, wo Industrie- und Gewerbegebiete Wärmebedarf aufweisen.

Wärmenachfrage der Wohn- und Dienstleistungsgebäude

Die Wärmenachfrage von Wohn- und Dienstleistungsgebäuden ist für thermische Netze am interessantesten, da die allermeisten Gebäude dieser Kategorien mit tiefen Temperaturen von zirka 12 bis maximal 90 Grad Celsius versorgt werden können.

Werden die drei Datensätze übereinander gelegt, erhält man einen Überblick über bestehende Wärme- und Kältequellen sowie über grössere Siedlungsgebiete, welche Wärme bzw. Kälte benötigen.

Nico Rohrbach, Fachspezialist Geoinformation, BFE

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