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Der Auto-Salon Genf ist gemäss einer Umfrage der internationalen Autovista Group die wichtigste Automesse der Welt. Über 660’000 Besucherinnen und Besucher strömen jedes Jahr in die Stadt um diesem Erlebnis mit 150 Premieren beizuwohnen. Zahlreiche Automarken lancieren ihre Modelle jedoch über neue Kanäle und in einem Set-up, das der jeweiligen Marke oder dem Modell entspricht. Mit den Folgen dieser Entwicklung haben die grossen internationalen Automessen zu kämpfen.

Auch der Auto-Salon bzw. die GIMS, wie er sich seit 2018 nennt, musste fürs 2019 Absagen von renommierten Marken wie Volvo, Ford, Jaguar oder Hyundai verkraften. Dafür sind verschiedene neue Aussteller in die Bresche gesprungen. So auch die SBB, die an ihrem Stand das umfassende Mobilitätsangebot SBB Green Class präsentiert oder SHIFT Automotive, ein Forum, das sich mit der Frage beschäftigt, wie sich neue Technologien auf unser Leben und unsere Mobilität auswirken. Beispiele die zeigen, dass sich der Auto-Salon hin zu einem Mobilitäts-Salon entwickelt.

Im Mittelpunkt steht dieses Jahr aber weiterhin das Auto. Über 900 hochpolierte Fahrzeuge werden in den Hallen der Palexpo noch bis am 17. März 2019 im Scheinwerferlicht präsentiert. Darunter auch ganz unvernünftige Exponate: Das teuerste Modell der Welt, der Bugatti La Voiture Noire kostet 13 Millionen Franken und der 16-Zylindermotor leistet 1500 PS, der Verbrauch ist entsprechend vorsintflutlich. Zahlreiche Hersteller zeigen vielversprechende, dafür nicht ganz so spektakuläre Weiter- und Neuentwicklungen: Elektrofahrzeuge wie der Nissan Leaf – das meistverkaufte Elektroauto in Europa 2018, den Mercedes EQC, den VW Polo TGI mit Erdgasantrieb oder der Toyota Corolla, der mit 180 PS und einem CO2-Ausstoss von 89g/km Fahrdynamik und Energieeffizienz verbindet. Aufgrund dieser Modelle ist unsere Aktion co2tieferlegen mit dem Salon Car Collector in Genf präsent. Dieser soll die energieeffizienten Modelle sichtbarer machen und mit etwas Glück können die Besucherinnen und Besucher ein energieeffizientes Auto gewinnen. Mit diesem wären sie in guter Gesellschaft: Bundesrat Ignazio Cassis hat in seiner Ansprache zur Eröffnung des Autosalons verraten, dass er selber bereits ein co2tiefergelegtes Auto fährt.

Ein Megatrend, der sich langsam aber sicher auch in der Mobilität ausbreitet, ist die Digitalisierung. Sie wird unser Leben stärker verändern, als wir uns das vorstellen. Davon ist auch die Mobilität betroffen und wir werden dies an den zukünftigen Salons erleben. Ich bin gespannt, wie sich der Salon entwickelt und freue mich auf die Mobilität der Zukunft.

Thomas Weiss, Fachspezialist Mobilität BFE

 

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