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RUMBA bei Energie und Klima Bund – Ein Tanz durch die Bundesverwaltung


Ein Hochschulpraktikum bei RUMBA: Natürlich war klar, dass es sich bei meiner neuen Aufgabe im Bundesamt für Energie nicht um den kubanischen Paartanz handeln würde. RUMBA steht für Ressourcen- und Umweltmanagement der Bundesverwaltung. Darunter konnte ich mir als Umweltnaturwissenschaftlerin schon etwas mehr vorstellen. Und es zeigte sich auch: Meine Tätigkeit hatte zuweilen durchaus etwas mit einem Tanz zu tun, einem Tanz durch die Bundesverwaltung.

An eine meiner ersten Aufgaben erinnere ich mich noch gut: Protokoll führen an einer Sitzung mit den RUMBA-Verantwortlichen des Eidgenössischen Finanzdepartements. Sechs Personen, die für die RUMBA-Themen in ihren Ämtern zuständig sind, waren dabei und es war eine rege Diskussion zum Klimapaket Bundesverwaltung und den Umsetzungsmassnahmen der einzelnen Einheiten, gespickt mit vielen Abkürzungen, die mir alle noch sehr unbekannt waren.

Zu Beginn meines Praktikums stand zudem der Abschluss des Umweltberichts der Bundesverwaltung an. Die Fachstelle RUMBA, die im Dienst Energie und Klima Bund im Bundesamt für Energie verankert ist, erstellt jährlich einen Umweltbericht für die Bundesverwaltung, aber auch für die Departemente und die einzelnen Einheiten. Ich konnte eine Ämterkonsultation, ein Mitberichtsverfahren begleiten und erhielt dabei Einblick in den mir komplett fremden Prozess eines Bundesratsgeschäfts. Bis ein Bericht des Bundesrates veröffentlicht wird, reden zahlreiche Stellen mit. Er ist also gewissermassen ein Gemeinschaftswerk.

Mitmachen fürs Klima

Die Arbeiten von Energie und Klima Bund sind dynamisch. Manchmal sind die verschiedenen Vorhaben so schwungvoll unterwegs, dass man richtiggehend mitgerissen wird. Dies erlebte ich vor allem bei der Umsetzung von konkreten Massnahmen. In meinen zwölf Monaten Praktikum arbeitete ich an Sensibilisierungskampagnen von RUMBA-Einheiten mit, für welche ich recherchierte, Faktenchecks koordinierte und gestalterisch agierte. Bei solchen Projekten spürte man einen Nachahmeffekt und den Willen, etwas zur Reduktion der Umweltbelastung beizutragen, wie bei einem Tanz, bei dem alle auf die Tanzfläche wollen.

Häufig war ich auch in einem Paartanz unterwegs: Mit der Initiative Vorbild Energie und Klima, eine der Massnahmen der Energiestrategie 2050. Während RUMBA für die Bundesverwaltung intern zuständig ist, ist die Arbeit bei der Initiative Vorbild Energie und Klima ein Zeichen gegen aussen. Häufig laufen beide Bestrebungen Hand in Hand und haben das gleiche Ziel vor Augen: Die Bundesverwaltung soll sich vorbildlich in den Bereichen Energie und Klima positionieren und agieren.

Manchmal hatte ich aber bei Energie und Klima Bund auch das Gefühl, einigen Einheiten mit den RUMBA-Ideen und dem Vorbild-Prinzip auf die Füsse zu treten. Es wurde mir klar, dass unsere Themen bei anderen Ämtern nicht die gleiche Relevanz oder Priorität haben. Dies merkte ich teilweise auch, als ich die Aufgaben des Datenverantwortlichen übernahm. Durch den Kontakt mit den RUMBA-Einheiten, den ich sehr schätzte, den unzähligen E-Mails, wie auch Telefonaten und dem Verschicken von Erinnerungsmails wurde mir bewusst, wie vielfältig die Themen in der Bundesverwaltung sind und wie Themen unterschiedlich gewichtet werden.

Der Tanz durch die Bundesverwaltung endet, wie ein Tanz meistens, mit einem Lächeln im Gesicht. Dass ich ein Jahr lang bei RUMBA mittanzen durfte, möchte ich nicht missen.

Lorena Kuratle, Hochschulpraktikantin, Energie und Klima Bund, Bundesamt für Energie

RUMBA ist das Ressourcen- und Umweltmanagement der Bundesverwaltung und hat den Auftrag, die Arbeiten und die Aktivitäten in den Bereichen Strom, Wärme, Papier, Dienstreisen, Wasser und Abfall zu koordinieren und die Umweltbelastung der zivilen Bundesverwaltung kontinuierlich zu senken. Dazu gehört unter anderem die Umsetzung des Klimapakets Bundesverwaltung.

Für die zivile Bundesverwaltung ist ein Ziel definiert: Bis 2030 müssen die Treibhausgasemissionen gesamthaft um 50% gesenkt werden, die restlichen Emissionen müssen vollumfänglich kompensiert werden. Das passiert bereits seit 2020. Die Bundesverwaltung will sich im Umgang mit der Klimakrise vorbildlich positionieren und aufzeigen: Wenn es die Bundesverwaltung kann, können es andere ähnlich aufgestellte Unternehmen auch.

 

 

 

 

 

 

 

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