Die Digitalisierung ist heute in aller Leute Munde – kaum ein Bereich des alltäglichen Lebens ist noch davon ausgenommen. Der Schweiz, die als ressourcenarm aber sehr innovativ gilt, bietet der digitale Wandel Chancen, die es vor dem Hintergrund der Energiestrategie 2050 und der Klimakrise zu nutzen gilt. Der Bundesrat hat in der Strategie «Digitale Schweiz» auch für das Aktionsfeld «Natürliche Ressourcen und Energie» einen konkreten Aktionsplan definiert, der den Weg der digitalen Transformation im Energiebereich skizziert.

Die Transformation kann am besten gemeinsam angegangen werden. Ihre Dynamik soll unterstützt werden durch einen Dialog zwischen Interessengruppen und Institutionen, der eine laufende Identifizierung von Hemmnissen und Massnahmen zu deren Reduzierung ermöglicht. Um diesen Dialog aufzubauen und zu pflegen, ist unter Federführung des Digital Innovation Office des Bundesamts für Energie die Dialogplattform Digitalisierung lanciert worden. Über diese Dialogplattform sollen ausgewählte Themen von besonderer Tragweite reflektiert und vertieft werden, wie beispielsweise die Rolle der Daten und notwendige Infrastrukturen, die den Zugang und die effektive Nutzung der Daten ermöglichen. Die Dialogplattform schafft einen Raum, um Themen des digitalen Wandels strukturiert zu reflektieren und insbesondere externe Anliegen im Bereich Daten und Digitalisierung an das BFE zu richten.

Im Rahmen der gestrigen, virtuell abgehaltenen Kick-off-Veranstaltung, an der hochrangige Vertreter und Experten aus der Energiebranche, den Verbänden, den Hochschulen und der Verwaltung teilnahmen, wurden kurzfristige Massnahmen zum Datenzugang diskutiert und die mittelfristige Rolle eines nationalen Datahubs skizziert. Auch die Stärkung der Cyber Security, künstliche Intelligenz/Machine Learning oder eine zukünftige Rolle von Distributed Ledger/Blockchain Technologien wurden thematisiert.

Dieser Kick-Off war ein voller Erfolg. Es hat sich offenkundig gezeigt, dass der Dialog wichtig und nötig ist, um verschiedene kurz- und mittelfristige Massnahmen sowie nötige Projekte zu identifizieren, damit die Digitalisierung ihr Potenzial noch besser entfaltet. Mit ihr kann der Ressourcen- und Energieverbrauch reduziert, der Ausbau und die Integration der erneuerbaren Energien unterstützt und die Konsumenten durch Transparenz, Sensibilisierung und Aktivierung in diesen Wandel einbezogen werden.

Das nächste Event der Plattform ist Ende 2020 geplant. In der Zwischenzeit werden die Inputs verarbeitet und in laufende Initiativen des BFE eingespeist. In Zukunft werden digitale Möglichkeiten geprüft, um die Kerngruppe durch virtuelle Räume zu ergänzen, denen sich weitere Interessierte hinzuschalten können. Unterlagen zum Dialog finden sich demnächst hier.

Matthias Galus, Leiter Digital Innovation Office, BFE

 

 

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1 Antwort
  1. Markus Saurer
    Markus Saurer sagte:

    In der ICT auf dem schweizerischen Staatsgebiet sinde keine Bereiche so stark rückständig wie diejenigen der staatlichen oder parastaatlichen Verwaltung: E-Government, E-Health, E-Education, E-Democracy… Es ist somit kaum anzunehmen, dass es ausgerechnet der Initiativen der staatlichen Verwaltung bedarf, um die Digitalisierung von Wirtschaft und Gesellschaft in der Schweiz voranzutreiben. Es genügt – bzw. wäre dringlicher – dass die öffentliche Hand ihre Digitalisierungshausaufgaben endlich löst und zudem der Digiatlisierung privater Bereiche sämtliche staatlichen Hindernisse aus dem Weg räumt.

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