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Der Schweizer Gebäudepark ist für rund 40 Prozent des Energieverbrauchs und einen Drittel der CO2-Emissionen verantwortlich. Hier setzt Das Gebäudeprogramm von Bund und Kantonen an, das seit 2010 läuft. Es ist ein wichtiger Pfeiler der Schweizer Energie- und Klimapolitik, und, wie der Jahresbericht 2018 zeigt, eine gute Sache.

Dank der seit 2010 finanziell geförderten Massnahmen verbraucht der Schweizer Gebäudepark heute pro Jahr 2,1 Milliarden Kilowattstunden weniger Energie und stösst 0,55 Millionen Tonnen weniger CO2 aus. Berechnet man die Einsparungen auf die Lebensdauer der Massnahmen, werden es 55 Milliarden Kilowattstunden und mehr als 13 Millionen Tonnen CO2 sein. Für die Erreichung der Schweizer Energie- und Klimaziele ist Das Gebäudeprogramm also zentral. Eine positive Nebenwirkung des Programms: Der volkswirtschaftliche Effekt beläuft sich auf insgesamt 2000 Vollzeitäquivalente (d.h. im Durchschnitt gemessene Vollzeitstellen) und 75 Millionen Franken zusätzliche inländische Wertschöpfung (vgl. Medienmitteilung).

Wer sein Gebäude energetisch saniert, erhält Geld aus dem Gebäudeprogramm-Fördertopf. Das ist aber nicht alles: Eigentümerinnen und Eigentümer sowie Mieterinnen und Mieter profitieren fortan von weniger Energiekosten und von mehr Komfort, Modernisierung und zeitgemässer Ausstattung. Dadurch steigert sich die Attraktivität einer Immobilie auf dem Wohnungs- und Liegenschaftsmarkt – und der geringere CO2-Ausstoss trägt zum Klimaschutz bei.

Beiträge gibt es etwa für die Wärmedämmung der Gebäudehülle, den Ersatz fossiler oder elektrischer Heizungen durch Heizsysteme mit erneuerbaren Energien oder durch den Anschluss an ein Wärmenetz, für umfassende energetische Sanierungen oder Sanierungen in Etappen sowie Neubauten im Minergie-P-Standard. Die Kantone bestimmen die Massnahmen und Bedingungen der Förderung individuell gemäss dem Harmonisierten Fördermodell der Kantone (HFM 2015). Das Programm wird über teilzweckgebundene Mittel aus der CO2-Abgabe und aus Fördergeldern der Kantone finanziert.

Gabriella Zinke, Kommunikationsverantwortliche «Das Gebäudeprogramm», BFE

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2 Antworten
  1. Silvio Borner
    Silvio Borner sagt:

    Als erfahrener Professor für Volkswirtschaft äussere ich mich nur zu den unsäglichen Aussagen über die positiven volkswirtschaftlichen Nebeneffekte: zusätzliche 2000 Vollzeitstellen und 75 Mio Einkommen.Dr. Häring und ich haben berechnet, dass im Gebäudeprogramm von BL eine Tonne vermiedenes C02 den Steuerzahler ca. 260 Fr. kostete. Jeder Erstsemestrige hat bei mir gelernt, dass man jeden Fr. nur einmal ausgeben kann und es auf die OPPORTUNITÄTSKOSTEN ankommt. Durch unsere viel zu teure Energiepolitik verschwinden wohl schon heute mehr als 2000 hochproduktive Stellen im Exportsektor. Oder wie wär’s mit 20 000 Vollzeit-Stellen für das Holzsammeln, um klimafreundlich zu heizen? Fehlallokationen mindern die Produktivität und den Wohlstand. Zudem ist der Fokus auf die inländische Beschäftigung bzw. Wertschöpfung schlimmer als Trump’s Devise AMERICA FIRST. Durch die Produktionsverlagerung importieren wir schnell mehr „graue Energie“ als wir überteuert in der Schweiz einsparen (sog. Leakage-Effekt).

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  2. Werner Plüss
    Werner Plüss sagt:

    Wie ich beim eigenen Haus renovieren feststellen kann, sind Arbeiter, importiert von ganz Europa, damit beschäftigt, importiertes Dämmmaterial, importierte Befestigungstechnik, auch importiertes Holz, mit importierten Werkzeugen zu verarbeiten.
    Hoffen wir die Pharma, Chemie und der verschmähte Rohstoffhandel laufen noch weiter auf Volldampf (die anderen Sektoren hüsteln ja schon anständig) damit wenigstens jemand dieses grandiose, nationale Verlustgeschäft mit Exporten und HQ Einkünften wieder wettmachen kann.
    NB all diese ‚Sanierungen‘ ohne auch nur den geringsten Einfluss aufs Weltklima, die Pariser 1,5 oder 2 Grad… Aber wir sind ja Vorbild – bis zum Bankrott – und die Chinesen lachen sich krumm, mit ihren 300 bis 500 geplanten, neuen Kohlekraftwerken, zusätzlich mehr CO2 Ausstoss als ganz Deutschland.
    Man längt sich schon an den Kopf und fragt goht’s no?

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