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Die Genossenschaft Elektra Jegenstorf, die über 40’400 Einwohner in den Kantonen Bern und Solothurn mit Stromprodukten und Energiedienstleistungen versorgt, stellt ab sofort einen Tesla zum Mieten im Bahnhofparking Bern zur Verfügung.

«Bis jetzt war alles perfekt, und jetzt ist es noch besser: Tesla direkt am Bahnhof Bern!», lautet eine Rückmeldung auf der Autovermietungsplattform sharoo.com. Die Rede ist vom Tesla, den die Genossenschaft Elektra, Jegenstorf zum Mieten anbietet. Seit neuem steht der Tesla nicht mehr am Bahnhof in Urtenen-Schönbühl, sondern bis Ende Jahr im Bahnhofparking Bern. Der Mietpreis und die Entschädigung für den gefahrenen Kilometer sind tief. Die Elektra verschafft dadurch der breiten Öffentlichkeit die Möglichkeit, zu einem erschwinglichen Preis einen Tesla Probe zu fahren. André da Silva, Spezialist für Elektromobilität bei der Elektra, sagt dazu: «Die Leute müssen die Gelegenheit haben, ein Elektroauto auszuprobieren. Dabei stellen sie nämlich zwei Dinge fest. Erstens ist es technisch nicht kompliziert und zweitens macht es unglaublich Spass». Denn in seinen Beratungen stellt da Silva immer wieder fest: Die Leute haben grossen Respekt vor Elektroautos. Zu Unrecht, wie er meint.

Aufklärung durch kostenlose Beratung
So unterschiedlich das Publikum, so unterschiedlich fallen die Fragen aus. Während einem kostenlosen Beratungsgespräch geht der Elektrospezialist da Silva auf diese Fragen ein. Oft thematisiert werden Kosten, Nachhaltigkeit oder das Laden zu Hause und unterwegs. «Insbesondere bei der Nachhaltigkeit ist eine umfassende Betrachtungsweise wichtig», betont da Silva. So sei zum Beispiel der Wirkungsgrad bei Elektroautos wesentlich höher als bei den herkömmlichen Autos. «Um zu beurteilen, wie nachhaltig ein Elektroauto ist, müssen weit mehr Faktoren berücksichtigt werden als nur die Batterie», so da Silva weiter. Was er zudem verneint, ist das Vorurteil, dass die Elektromobilität noch nicht reif genug für Unternehmen sei. «Erst kürzlich haben wir ein komplettes Lade- und Betriebskonzept für einen Kurierbetrieb mit über 100 Elektrofahrzeugen erstellt», sagt er nicht ohne Stolz. Auch zieht er gerne die Elektra als Beispiel heran, die schon mehr als 250’000 Kilometer mit ihrer rein elektrisch betriebenen Fahrzeugflotte zurückgelegt habe. Und das ohne Zwischenfälle. Dafür habe sie 75% ihrer Betriebskosten und im Jahr 2018 über 20 Tonnen CO2 eingespart.

Auswirkungen auf das Stromnetz
Als Energielieferantin und Netzbetreiberin verfolgt die Elektra die Entwicklung der Elektromobilität aufmerksam. Für ihr eigenes Versorgungsgebiet hat die Elektra Berechnungen angestellt, um herauszufinden, wie sich die Zunahme an Elektroautos auf die Netzauslastung und die Versorgung mit Energie auswirken. Denn Michel Gasche, Geschäftsführer der Elektra, hält fest: «Oberste Priorität hat für uns die sichere und effiziente Versorgung unserer Kunden mit Strom». Die Ergebnisse der Berechnungen zeigen allerdings ein erfreuliches Ergebnis: Alles ist bereit. Das Stromnetz der Elektra ist modern und hat ausreichend Kapazität, sodass die zunehmende Elektromobilität im Versorgungsgebiet der Elektra kein Problem darstellt. Bei der Berechnung wird berücksichtigt, dass einerseits Elektroheizungen und Elektroboiler, die viel Strom verbrauchen, durch Wärmepumpen und Wärmepumpenboiler ersetzt werden. Andererseits ist die Elektra daran, ihr Netz durch Smart Meter intelligent zu machen, wodurch das Laden der Elektroautos gesteuert werden kann. Im neuen Energiesystem ist die Elektromobilität nicht nur zu bewältigen, sondern gehört dazu.

André da Silva, Fachspezialist Elektromobilität, Elektra

 Über die Genossenschaft Elektra, Jegenstorf
Die Genossenschaft Elektra ist in der Region verwurzelt. Die Elektra ist stolz auf ihre Vergangenheit, freut sich aber vor allem auf die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen. Weg vom Wachstumsgedanken immer mehr Strom zu verkaufen, hin zu dezentraler Stromproduktion und effizientem Umgang mit Strom; z.B. mit dem Bau von Solaranlagen, auch in Verbindung mit Stromspeichern und Elektromobilität. Mit 11% regional produziertem Sonnenstrom im Jahr 2018 liegt die Elektra deutlich höher als der schweizerische Durchschnitt.

 

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1 Antwort
  1. Markus Saurer
    Markus Saurer sagt:

    «Die Leute müssen die Gelegenheit haben, ein Elektroauto auszuprobieren. Dabei stellen sie nämlich zwei Dinge fest. Erstens ist es technisch nicht kompliziert und zweitens macht es unglaublich Spass».
    Was sie leider nicht feststellen ist, dass sie mit diesem Tesla die Umwelt in Bezug auf die Treibhausgase stärker belasten als wenn sie einen Benziner oder Diesler mieten würden. Klar, wenn ihnen von Elektra und vom BFE solche Bären aufgebunden werden.

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