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In einer Zeit, in der Umweltbelange und Überlegungen zum Energiewandel allgegenwärtig sind, hat das Thema des 7. Bioenergieforums "Biogas und Biokraftstoffheizung" großes Interesse hervorgerufen. Die von Biomass Switzerland mit Unterstützung der SuisseEnergie organisierte Veranstaltung fand am Mittwoch, 3. April 2019, in Bern in Anwesenheit vieler Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Verwaltung statt.

Dominique de Buman, Nationalrat und Präsident des Schweizerischen Biomasseverbandes, erinnerte zu Beginn des Tages an die vielen Vorteile der Bioenergie, ihre Flexibilität, ihren Beitrag zur Schließung von Stoffkreisläufen und ihren erneuerbaren Charakter. Aufgrund der wachsenden Nachfrage nach Biogas im Heizungsbereich forderte er eine bessere Anerkennung von Biokraftstoffen, insbesondere im Rahmen der Totalrevision des im Parlament derzeit diskutierten CO2-Gesetzes oder des kantonalen Energiebedarfsmodells (MoPEC). Olivier Brenner, stellvertretender Generalsekretär der Konferenz der kantonalen Energiedirektoren, nutzte die Gelegenheit, um den Stand der Energiepolitik in den verschiedenen Kantonen und insbesondere die Umsetzung des MoPEC darzustellen.

Der Direktor des Bundesamtes für Energie Benoît Revaz, Nationalrat Eric Nussbaumer und der Präsident des Verbandes Biofuels Schweiz diskutierten anschliessend an einem informativen Runden Tisch die Rolle von Biogas im Wärmemix der Zukunft der Schweiz. Eric Nussbaumer räumte ein, dass die bestehende Gasinfrastruktur zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen könnte, indem sie die Einspeisung von Biogas aus der Schweiz fördert. Benoît Revaz betonte auch, dass es wichtig sei, das lokale Potenzial der Biomasse zu nutzen und in Form von Biogas zu entwickeln. Während dieses Biogas laut Direktor des Bundesamtes für Energie kurzfristig sehr gut im Bereich der Gebäudeheizung eingesetzt werden kann, wäre sein Einsatz langfristig sinnvoller in Bereichen, in denen es keine anderen erneuerbaren Alternativen gibt, wie z.B. Hochtemperatur-Wärmeerzeugung für industrielle Prozesse oder schwere Mobilität.

Grüne Auszeichnung 2019
Der Green Award 2019 wurde zwei Kompostier- und Methanisierungsanlagen für ihr Engagement verliehen, das Vorhandensein von unerwünschten Stoffen in Bioabfällen zu reduzieren und damit die Qualität ihres Gärrests zu verbessern. Dies sind die KEWU AG in Krauchthal im Kanton Bern und die Ecorecyclage SA in Lavigny im Kanton Waadt.

Die Präsentationen des 7. Bioenergieforums sind im Internet verfügbar:

https://www.biomassesuisse.ch/fr/conferences-etudes

Matthieu Buchs, Biomassenspezialist, BFE

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