Am 13. und 14. November fand der diesjährige Climathon statt. An diesem Event trafen sich Vertreterinnen und Vertreter der breiten Bevölkerung, aber auch Expertinnen und Angehörige von Hochschulen und Start-Ups, um Ideen zu sammeln und Konzepte zu den Themen Klima, Umwelt und Energieverbrauch auszuarbeiten.

Anders als in den vorherigen Jahren wurde dieser Climathon virtuell geführt. Der Event machte das Potential der Digitalisierung zum Schutze des Klimas deutlich, denn auf Anreise, etc. konnte erfolgreich verzichtet werden. Es wurden stattdessen verschiedenste digitale Tools wie Slack, Google Drive und Zoom genutzt, um einen reibungslosen Verlauf gewährleisten zu können.

Insgesamt beschäftigten sich vier Gruppen mit der Frage, was man mit dezentraler Stromproduktion und -verbrauchsdaten machen kann und wie die Haltung der Bevölkerung ist, diese Daten zu teilen. Es war interessant zu verfolgen, wie daraus unterschiedliche und kreative Konzepte entstanden sind. Das Digital Innovation Office des Bundesamts für Energie (BFE) unterstützte über das Programm EnergieSchweiz die Climathons und stellte die Challenge «Promoting the potential of Smart Meter data» im Sinne des Klimaschutzes. Hierzu hat die Jury das Konzept «Green Community» als Sieger gewählt. Dabei geht es darum, den Bewohnerinnen und Bewohner von Wohnobjekten ihren individuellen Stromkonsum mit Smart Metern und anderen Messgeräten aufzuzeigen. Die aufbereiteten Informationen stellen Anreize, die zur Reduzierung des Stromkonsums und zu einer Kostenersparnis führen. Das gesparte Geld wird nur zum Teil erstattet. Mit dem Rest könnten erneuerbare Anlagen für neue Programmteilnehmerinnen und -teilnehmer finanziert werden.

Auch die anderen Challenges hatten zum Ziel, den Strom und Energieverbrauch mithilfe von Anreizen zu reduzieren: Sei es durch das Aufzeigen des Stromkonsums in Echtzeit auf einer App, durch individuelle Beratung auf Basis der Messwerte, die mit der Kostenersparnis finanziert wird, oder durch wettbewerbliches «Nudging» mit den Nachbarinnen oder Gemeinden. Es wurde ebenfalls ein «Strom-Tamagochi» vorgeschlagen, das mit Stromersparnissen «gefüttert» wird.

Ebenfalls inspirierend war das nationale Podiumsgespräch mit Tom Mitchell (CSO Climate-KIC), Marie-Claire Graf (Climate Activist), Thomas Vellacott (CEO WWF Switzerland) und Connie Low (Impact Hub Switzerland). Das Digital Innovation Office legte danach als Motivation für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer dar, wie das Open Innovation Programm von EnergieSchweiz zur digitalen Transformation beiträgt. Bottom-Up-Ideen können in nachfolgenden Hackathons von IT-Experten als Proof-of-Concepts realisiert und weiterentwickelt werden.

Lucas Tochtermann, Digital Innovation Office, BFE

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