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Das Forschungsprogramm Radioaktive Abfälle stellt die unabhängige, staatliche Entsorgungsforschung sicher und wird im Auftrag der Arbeitsgruppe des Bundes für die nukleare Entsorgung Agneb durchgeführt. Die Agneb begleitet die Forschung zur Entsorgung radioaktiver Abfälle, verfasst zuhanden des Bundesrats Stellungnahmen und behandelt Fragen zur internationalen Entsorgung. Traditionsgemäss trifft sich die Agneb jeweils im September zu einer Forschungsklausur. Zusätzlich zu den Agneb-Mitgliedern Bundesamt für Raumentwicklung ARE, Bundesamt für Umwelt BAFU, Bundesamt für Gesundheit BAG, Bundesamt für Energie BFE, Eidgenössisches Nuklearsicherheitsinspektorat ENSI, Paul Scherrer Institut PSI und dem Bundesamt für Landestopografie swisstopo war an der Klausur vom 23. September 2019 auch die Eidgenössische Kommission für nukleare Sicherheit KNS eingeladen. Zum Abschluss der Klausur veröffentlicht das BFE jeweils ein Update des laufenden Forschungsprogramms – so auch dieses Jahr.

Im Rahmen der diesjährigen Klausur präsentierten die zuständigen Fachspezialistinnen und Fachspezialisten des BFE und des BAG den aktuellen Stand der einzelnen Forschungsprojekte im Forschungsprogramm Radioaktive Abfälle. Abgeschlossen wurde dieses Jahr beispielsweise das Projekt «Wissenserhalt und Markierungskonzepte». Im Januar 2019 präsentierte die Expertengruppe «Preservation of Records, Knowledge & Memory (RK&M) across Generations» die Ergebnisse im Rahmen eines internationalen Workshops bei der Nuclear Energy Agency NEA in Paris. Um auch die Interessierten in der Schweiz über diese Ergebnisse zu informieren und sie damit in die Arbeiten in der Schweiz einfliessen zu lassen, führte das BFE Anfang September ein Symposium unter dem Titel «Markieren, hinweisen oder vergessen?» durch.

Die Forschung des Bundes zur Entsorgung nuklearer Abfälle ist in Vierjahresperioden organisiert. Die aktuelle Periode endet 2020. Bereits in den vergangenen Monaten wurde anhand einer Umfrage eruiert, wo die Beteiligten für die kommende Periode 2021 bis 2024 Forschungsbedarf für die Agneb sehen. Die zahlreichen Ergebnisse werden in den kommenden Monaten diskutiert und das Forschungsprogramm Radioaktive Abfälle für die Jahre 2021 bis 2024 erarbeitet. Man darf gespannt sein, mit welchen Forschungsfragen sich die Agneb in den kommenden Jahren auseinandersetzen wird.

Simone Brander, Leiterin Forschungsprogramm Radioaktive Abfälle, BFE

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