Climeworks eröffnet CO2-Filteranlage in Hinwil


Ist der Geist einmal raus, bekommt man ihn kaum wieder rein in die Flasche. Ganz ähnlich wie im Märchen vom Flaschengeist ist es mit dem Kohlendioxid, das bei der Verbrennung von Heizöl, Benzin und anderen fossilen Brenn- und Treibstoffen entsteht und zur Klimaerwärmung mit ihren massiven Folgeschäden beiträgt. Ist das CO2 einmal in der Luft, gibt es kein zurück. Oder vielleicht doch? Die Zürcher Firma Climeworks hat sich zum Ziel gesetzt, den Geist zurück in die Flasche zu packen, also das in die Atmosphäre freigesetzte CO2 wieder einzufangen.

Climeworks hat nun am 31.5.2017 den Betrieb der weltweit ersten CO2-Filteranlage gestartet, die kontinuierlich atmosphärisches Kohlendioxid an einen Kunden verkauft. Die Gebrüder Meier AG erhält bis zu 900 Tonnen CO2 pro Jahr und verbessert damit das Wachstum der in Gewächshäusern angebauten Pflanzen wie Tomaten oder Gurken. Die CO2-Filteranlage in Hinwil wird im Rahmen eines Demonstrationsprojektes mit den Partnern Gebrüder Meier sowie dem Zweckverband Kehrichtverwertung Zürcher Oberland KEZO realisiert und vom Bundesamt für Energie mit einem Beitrag an die nicht amortisierbaren Kosten gefördert.

Erfahren Sie mehr zu diesem spannenden Projekt im kürzlich erschienenen Fachartikel «CO2 – der Rohstoff, der aus der Luft kommt» oder im Video von Climeworks (in Englisch):

Text: Benedikt Vogel, Fachartikel «CO2 – der Rohstoff, der aus der Luft kommt»; Climeworks, Medienmitteilung vom 31.05.2017

Bild: © Climeworks, Photo by Julia Dunlop

Ein Gedanke zu „Climeworks eröffnet CO2-Filteranlage in Hinwil“

  1. Die Anlage von Climeworks ist das Fanal für eine Fehlentwicklung im Bestreben zur Dekarbonisierung. Es ist eine ingenieurmässige Todsünde einen Stoff am Ort seiner grössten Verdünnung einzusammeln. Jeder Schornstein, jedes Kamin, jeder Auspuff stösst genau dieses Gas in rund tausendfacher Konzentration aus. Das ist wie Wasser, gleich neben einem Fluss, aus der Luft zu gewinnen. Machbar wäre das auch, macht aber keinen Sinn. Hier wurde vergessen, die Sinnfrage zu stellen. Solche Entwicklungen sind nicht förderwürdig.

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