Auswahlverfahren, Bau und Betrieb eines geologischen Tiefenlagers für radioaktive Abfälle können sich auf die Gesellschaft und Wirtschaft der Standortregion auswirken – positiv oder negativ. Um diese Auswirkungen rechtzeitig zu erkennen und darauf zu reagieren hat das Bundesamt für Energie BFE in Zusammenarbeit mit den Standortregionen und -kantonen ein Konzept für ein Monitoring erarbeitet (vgl. Blog vom März 2017). Das Konzept wurde 2018/19 in einem Pilot umgesetzt und ein erster Monitoringbericht zum Standortauswahlverfahren für geologische Tiefenlager für die drei Regionen erarbeitet.

Der Bericht stellt die Ausgangslage, das Vorgehen und die Ergebnisse des Monitorings für die Bereiche «Tätigkeiten», «Medienberichterstattung» sowie «sozioökonomische Indikatoren» dar. Es hat sich gezeigt: das Konzept ist umsetzbar. Mit Hilfe des Monitorings können die gewünschten Informationen gewonnen werden. Die Autorinnen und Autoren haben im Bericht auch Erkenntnisse, Probleme und offene Fragen benannt. Daraus leiten sie ein Fazit und Empfehlungen für die zukünftige Durchführung des Monitorings ab.

Bei der Diskussion des Pilotberichts mit den Standortregionen und -kantonen zeigte sich, dass die Ausrichtung und die Empfehlungen nicht in allen Teilen und nicht bei allen Beteiligten auf Zustimmung stossen. Das BFE hat deshalb in Zusammenarbeit mit den Sachplangremien einen eigenen Schlussbericht zur Pilotdurchführung verfasst. In diesem sind die Eckwerte für das zukünftige Monitoring festgehalten. Demnach soll beispielsweise das Medienmonitoring weniger umfassend und detailliert ausfallen, die Auswertungen sollen auch für Subregionen gemacht werden und der Bericht soll nicht jährlich nachgeführt werden. Das BFE verfolgt bis zur nächsten Durchführung im Jahr 2023 verschiedene offene Fragen und Vorschläge zur Verbesserung weiter.

Niklaus Schranz, Fachspezialist Geologische Tiefenlager, BFE

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