So etwa lautet eine Empfehlung von Jugendlichen, die sich im Vorfeld der Tagung «Endlagersuche – Zusammenarbeit von Endlager-Kommission und Öffentlichkeit» der Evangelischen Akademie Loccum (D) mit dem Thema auseinandergesetzt hatten. Vom 17.–19. Oktober 2014 durfte ich an der Tagung teilnehmen, zusammen mit einem breiten Kreis der deutschen «Entsorgungs-Community»: von AktivistInnen aus Bürgerinitiativen über Vertretungen von Umweltverbänden und des Bundesparlaments bis zu Mitgliedern der Endlagerkommission.

Als einer der drei Input-Referenten berichtete ich über die Erfahrungen aus dem Beteiligungsprozess in der Schweiz. Die anschliessende Diskussion zeigte, wie verhärtet die Positionen sind und wie schwierig es ist, eine gemeinsame Basis für ein Auswahlverfahren zu finden. So kam mein Input zur Beteiligung vermutlich um einiges zu früh … Seitens Schweiz berichtete ich über die Grundvoraussetzungen für ein Auswahlverfahren und dass wir im Verfahren im Vergleich zu Deutschland schon weit vorangekommen sind. Es gilt aber auch festzuhalten, dass sich wohl nicht alle unsere «Lessons Learned» auf andere Länder übertragen lassen, zum Beispiel kennen wir in der Schweiz mit der Konsensdemokratie eine andere politische Kultur. Was sich aber wohl umsetzen liesse, ist die klare Definition der Aufgaben und Pflichten der einzelnen Akteurinnen und Akteure.

Stefan Jordi, Leiter Regionale Partizipation, Sektion Entsorgung radioaktive Abfälle

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