Kleiner Erlebnisbericht zum BFE-Hochschulpraktikum


Rund 400 bis 500 Hochschulpraktika bietet die Bundesverwaltung pro Jahr an. Eine dieser begehrten Praktikumsstellen durfte ich vor rund 11 Monaten am Bundesamt für Energie (BFE) in der Sektion Cleantech antreten. Für mich war das der ideale Berufseinstieg, nachdem ich mich während meines Studiums in Energy Science and Technology auf Ressourcennachhaltigkeit und die erneuerbaren Energien fokussiert hatte.

Im Rahmen meines Praktikums erhielt ich einen umfassenden Einblick in das Pilot-, Demonstrations- und Leuchtturmprogramm. Damit fördert der Bund die marktnahe Entwicklung innovativer Technologien im Bereich erneuerbare Energien und Energieeffizienz. Thematisch erstrecken sich die Projekte über die Bereiche Wasserstoff, Mobilität, Solarenergie, Stromnetze, Biomasse, Geothermie und viele mehr. Meine Mitarbeit zur Vervollständigung und Aktualisierung diverser Datenbanken (z.B. die Überblickskarte„Cleantech“) verschaffte mir Einsicht in mehrere hundert Projekte. Interessant für mich waren nebst der thematischen Vielfalt auch den Kontakt zu Firmen, Hochschulen und Institutionen, welche sich an den Projekten beteiligen.

Neben verschiedenen redaktionellen Arbeiten und der Mithilfe zur Initialisierung einer Programmevaluation bleibt mir insbesondere eine spannende Tätigkeit in Erinnerung: Die Beurteilung von Gesuchen und die Begleitung der Projekte. An mehreren Projektreviews hatte ich die Möglichkeit, innovative, schweizerische Energietechnologien im realen Einsatz zu erleben. Sei dies eine Heissluftturbine zur Stromerzeugung aus Holz, eine neuartige Laufwasserturbine das vollelektrische Wertstoffsammelfahrzeug namens „Futuricum“, ein intelligentes und interaktives Leuchtmittel oder eine höchsteffiziente Gasturbine.

Nicht nur fachlich konnte ich viel lernen, ich hatte auch die Möglichkeit nützliche Erfahrungen zusammeln: So lernte ich die Strukturen, Prozesse und Arbeitsweisen in der Bundesverwaltung kennen. Dienstleistungs- und anwendungsorientiertes Handeln steht hier an erster Stelle. Zudem machte ich durch die sektionsübergreifende Arbeit viele neue Bekanntschaften innerhalb vom Amt. Die Mitarbeitenden erlebte ich dabei stets als auskunftsbereit, freundlich und kompetent. Insgesamt profitierte ich also von einer überaus angenehmen Arbeitsatmosphäre, die sich nicht zuletzt durch die im BFE vorherrschende Du-Kultur ausdrückte.

Nun bedanke ich mich für die lehrreiche Zeit, persönliche Unterstützung und die wertvollen Erfahrungen am BFE. Ich verbleibe mit dem Gefühl, einen kleinen Beitrag zur Gestaltung der Energiezukunft der Schweiz geleistet zu haben.

Andrea Wismer, Hochschulpraktikant Cleantech, BFE