BFE-Ausschreibung mit neuem Förderansatz
Das Bundesamt für Energie (BFE) testet erstmals einen neuen Ansatz zur Förderung von Energieinnovationen in der Schweiz. Im Fokus stehen risikoreiche Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit transformativem Potenzial für die zukünftige Energieversorgung. Der Ansatz orientiert sich an ARPA-E.
ARPA-E (Advanced Research Projects Agency-Energy) ist eine Forschungsförderungsagentur des Energieministeriums der Vereinigten Staaten und unterstützt die Entwicklung von risikoreichen, transformativen Technologien. Dabei muss die Entwicklung auf konkrete Ziele ausgerichtet sein und die Kommerzialisierung muss von Beginn an mitgedacht werden.
Die Ausschreibung wird im Rahmen des SWEET-Förderprogramms publiziert. Sie richtet sich jedoch nicht an transdisziplinäre Forschungskonsortien, sondern fördert einzelne Forschungs- und Entwicklungsvorhaben.
Fokus auf Versorgungssicherheit
Das Leitthema der Ausschreibung lautet «Supply Security on the Path to a Net-Zero Energy System». Im Zentrum steht die Frage, wie die Schweiz während der Transformation zu einem klimaneutralen Energiesystem jederzeit eine sichere und bezahlbare Energieversorgung gewährleisten kann. Es werden risikoreiche Projekte mit transformativem Potenzial gesucht, die einen konkreten Beitrag zur Umsetzung der Energiestrategie 2050 leisten können. Alle Projekte müssen nach drei Jahren einen klaren Plan haben, wie die Lösung über ein Start-up oder eine Partnerschaft mit einem Unternehmen kommerzialisiert werden kann.
Ausschreibung unter externer Leitung
Wie ARPA-E setzt auch diese Ausschreibung auf eine externe Leitung, die die Projekte evaluiert, die Projektfortschritte aktiv verfolgt und Projekte einstellt, wenn vereinbarte Meilensteine nicht erreicht werden. In Zusammenarbeit mit dem ETH-Rat wurde Prof. em. Marco Mazzotti (ehemals ETH Zürich) als Call Director ausgewählt.
Die Projekte dauern maximal drei Jahre. Für die Ausschreibung stehen 4 Millionen Franken zur Verfügung. Pro Projekt beträgt die maximale Förderung 1.33 Mio. Franken, welche mit Eigen- und Drittmittel ergänzt werden müssen. Die Projekte und auch der Call Director werden bezüglich der Kommerzialisierung durch erfahrene Fachpersonen unterstützt. Die Energieforschungskommission CORE begrüsst den neuartigen innovativen Ansatz.
SWEET ist ein Förderprogramm des Bundesamts für Energie (BFE). Der Zweck von SWEET ist, lösungsorientierte Forschung und Innovationen zu finanzieren, deren Schwerpunkt auf den Zielen der Schweizer Energiestrategie 2050 und der langfristigen Klimastrategie liegt.
Text: Christa Rosatzin, Sprachwerk GmbH im Auftrag der Geschäftsstelle SWEET, Bundesamt für Energie (BFE)
Photo: Unsplash; Ameen Fahmy
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