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Wie dank offenen Daten neue Mobilitäts-Apps entstehen


Der schnellste Weg von A nach B: Die gängigen Karten im world-wide-web zeigen uns auf einen Klick die schnellste Route – zu Fuss, mit dem Auto, dem Zug. Neue Applikationen bauen nun auch Shared-Mobility-Angebote ein. Möglich wird das dank den offenen Daten (open data) des Bundes.

Auf sharedmobility.ch stellt das Bundesamt für Energie (BFE) eine Übersicht der Angebote zur Verfügung. In Echtzeit ist sichtbar, wo Velos, Autos oder E-Scooters zum Ausleihen bereitstehen. Die Daten sind frei zugänglich und können für neue Anwendungen genutzt werden – z.B. indem man die Daten von sharedmobility.ch mit dem öV-Angebot verknüpft.

Und so könnte der Vorschlag der App z.B. aussehen: Von daheim zu Fuss zur nächsten Bushaltestelle, dann vom Bus umsteigen auf ein Leihvelo und das letzte Stück des Weges noch mit dem E-Scooter. Wer von A nach B will, erhält damit also für seine Route die besten Kombinationsmöglichkeiten von öV und Shared Mobility-Angeboten.

Eine App, die auf Grund der offenen Daten des BFE solche Mobilitätslösungen anbietet, ist bereits erhältlich. Take&Drive – eine App, die in Polen entwickelt wurde – bietet für neun Schweizer Städte (Genf, Lausanne, Bern, Basel, Luzern, Zug, Zürich, Winterthur, St. Gallen) ein multimodales Routing an. Weitere App-Entwickler – darunter öV-Anbieter –  sind derzeit daran, weitere solche Mobilitätslösungen zu realisieren.

Zum Nutzen von Pendlerinnen und Pendlern

Damit solche neuen und innovativen Lösungen für die Mobilität entstehen, braucht es freien Zugang zu den Fahrplan- und Angebotsdaten. Die Fahrplandaten sind seit einigen Jahren auf der Plattform opentransportdata.swiss in verschiedenen Formaten verfügbar. Zudem bietet das BFE die Verfügbarkeitsdaten von Shared Mobility Fahrzeugen seit Anfang 2021 ebenfalls als offene Daten an. Die Daten werden gemäss internationalen Datenstandards (GTFS, GBFS, NeTEx…) angeboten und können daher von App-Entwicklern einfach verwendet werden.

Das Beispiel von take&drive zeigt, dass durch die konsequente Öffnung von Daten neuartige Lösungen entstehen können, welche der Pendlerin und dem Pendler Alternativen zum eigenen Auto oder zum vollen Bus vorschlagen können.

Nico Rohrbach, Fachspezialist Geoinformation, Bundesamt für Energie

 

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