Ob Schulhaus, Spital oder Verwaltungsgebäude: Bei der Erneuerung energieintensiver öffentlicher Gebäude lohnt sich ein Energiespar-Contracting. Es nützt der Umwelt und schont die Gemeindekasse. James Watt hat vor 200 Jahren nicht nur die Funktionsweise der Dampfmaschine entscheidend verbessert. Er entwickelte auch ein cleveres Konzept, um die neuartige Technologie an den Mann zu bringen. Weil er von ihrer Effizienz und Wirtschaftlichkeit überzeugt war, bot er die Antriebsgeräte interessierten Betrieben kostenlos an – inklusive Service und mit der Garantie, dass die Kohle für die Maschine weniger kosten würde als das Futter für die Pferde, die damals als Antriebstiere dienten. Als einzige Gegenleistung forderte Watt einen Drittel dieser Ersparnisse.

In den letzten Jahren erlebt Watts Geschäftsmodell unter der modernen Bezeichnung Energiespar-Contracting ein Revival. Dabei planen und realisieren Dienstleister beim Kunden Massnahmen zur  Erhöhung der Energieeffizienz und garantieren Energie- und CO2-Einsparungen in einem bestimmten Umfang. Dafür erhalten sie, je nach Finanzierungsmodell, über eine vereinbarte Dauer einen Prozentsatz der Energiekosten, die durch die umgesetzten Massnahmen jährlich eingespart werden. Mitunter übernehmen die Dienstleister auch die Finanzierung oder beteiligen sich daran. In Deutschland, Frankreich oder Österreich ist das Modell bereits etabliert, in der Schweiz verhilft ihm der Verband swissesco zum Durchbruch. Ihm gehören rund 40 Mitglieder an, darunter 25 ESCOs (Energy Services Companies), Unternehmen und Dienstleister aus der Energie-, Bau- und Finanzbranche. «Für den Kunden ist Energiespar-Contracting eine ökologisch sinnvolle Sache, die sich auch finanziell auszahlt», sagt swissesco-Geschäftsführer Matthias Gerth.

Leitfaden für Gemeinden
Planen Sie in ihrer Gemeinde ein Energiespar-Contracting? Informieren Sie sich auf der Webseite von Energie-Schweiz, wie Sie dies am besten planen. Die Broschüre «Energiespar-Contracting für öffentliche Liegenschaften» und der «Leitfaden
für die Vorbereitung und Durchführung von Energiespar-Contracting» bieten wichtige Informationen und Planungshilfen.

Lesen Sie den vollständigen Artikel in der Zeitung „EnergieSchweiz für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer„.

Text: Stefan Hartmann

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2 Kommentare
  1. Markus Saurer
    Markus Saurer sagte:

    Wäre das Ganze nicht durch Subventionen verfälscht, dann wäre es sogar volkswirtschaftlich von Vorteil. Wie die Dinge heute stehen, werden aber durch das Contracting v.a. die Subventionen maximiert – zu Lasten der Allgemeinheit. Und in vielen Fällen sogar zu Lasten der Umwelt.

    • Hansjörg Sidler
      Hansjörg Sidler sagte:

      Guten Tag Herr Saurer
      Im ENERGIESPAR Contracting, nicht im Contracting, sind Subventionen nicht Bestandteil des Geschäftsmodels.

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