Welche Rolle kann Zement bei der Entsorgung von radioaktivem Abfall spielen? Gemeinsam mit internationalen Partnern und Forschungsgruppen aus der Schweiz untersuchen Forschende der eidgenössischen Forschungsanstalt Empa die Reaktionen von Zement-basierten Materialien und dem umliegenden Opalinuston.

Der Opalinuston ist das designierte Wirtsgestein für die Lagerung von radioaktiven Abfällen. Das 180 Millionen Jahre alte Gestein, das sich wegen seiner geringen Wasserleitfähigkeit und seinen isolierenden Eigenschaften herauskristallisiert hat, kommt in der Schweiz zwischen Olten und Schaffhausen in einer Tiefe von 600 Metern vor.

In den Tiefenlagern im Opalinuston sollen Zement-basierte Materialien die radioaktiven Substanzen am Austritt in die Umwelt hindern. Nötig ist eine schier unendliche Haltbarkeit der Behälter. Wichtig ist dabei zu wissen, wie der Zement mit den Tonmaterialien und den radioaktiven Abfällen reagiert und wie sich allenfalls seine Eigenschaften dadurch langfristig verändern. Im Felslabor Mont Terri im Kanton Jura analysieren Empa-Forschende Materialsysteme, um dies herauszufinden.

Mehr über die Arbeit der Empa-Forscherin Barbara Lothenbach und ihres Teams lesen Sie hier.

Das Bundesamt für Energie leitet das Sachplanverfahren für die Standortsuche für geologische Tiefenlager, in denen dereinst die radioaktiven Abfälle entsorgt werden können.

Brigitte Mader, Kommunikation, Bundesamt für Energie

 

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