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Ein Kommunikations-Praktikum bei der Bundesverwaltung? Wird das nicht langweilig? Der Bund ist viel zu wenig dynamisch für Social Media! Solche Reaktionen gab es in meinem Bekanntenkreis einige, als ich verkündet habe, bald als Hochschulpraktikantin im Bereich Kommunikation für EnergieSchweiz und damit das Bundesamt für Energie (BFE) zu arbeiten. Davon beirren liess ich mich aber nicht – und bin dankbar dafür! Eineinhalb Jahre später kann ich sagen: Mein Praktikum war alles andere als langweilig. Ich blicke auf eine interessante Zeit in der digitalen Kommunikation bei EnergieSchweiz zurück, die von vielen spannenden Projekten geprägt war, und in der die Dynamik der Energiepolitik nicht unbemerkt blieb.

Openair Frauenfeld, Insta-Refresh und Energietipps von Gilbert Gress

Gestartet hat meine Zeit im BFE mit der Energy Challenge, einer der grössten Kommunikations-Kampagnen, die EnergieSchweiz unterstützt. Es folgte ein Sommer voller wertvoller Arbeitserfahrung mit Highlights wie der Social Media-Berichterstattung vom Openair Frauenfeld oder dem Interview mit Gilbert Gress, bei dem er mir seine Energietipps verraten hat.

Mit den rund 800 weiteren Projekten, die EnergieSchweiz unterstützt, fiel aber nicht nur Arbeit für die Energy Challenge an, sondern für ganz viel Anderes auch. Von der Erstellung des Social Media-Content und dem Schreiben von Webseite-Inhalten über das Koordinieren von dutzenden Tamedia-Beiträgen und die Zusammenstellung von Give-Aways für Messen bis hin zur Auffrischung des Instagram-Accounts gab es ständig etwas zu tun – mein Hochschulpraktikum hatte viele Facetten zu bieten.

«Billige Arbeitskraft»?

Nicht alle assoziieren sich gerne mit dem Titel Praktikantin – «Billige Arbeitskraft», «wenig zu tun», «Kaffee kochen» und «Kopien machen» sind Dinge, die ich oft damit verbunden höre. Nichts davon ist mir während meinem einjährigen Hochschulpraktikum beim BFE begegnet: Die Löhne für Praktikantinnen und Praktikanten sind fair und transparent, ich hatte alle Hände voll zu tun und fühlte mich von Beginn weg als festes Teammitglied wahrgenommen.

Dieser Eindruck hat sich nach meinem Hochschulpraktikum bestätigt: Ich hatte die Möglichkeit, noch fünf Monate als Fachspezialistin im Bereich Digitale Medien für EnergieSchweiz tätig zu sein – und habe mich nicht anders behandelt gefühlt als zuvor. Diese Tatsache bringt sicherlich zwei Seiten mit sich: Zum einen ist es ein positives Zeichen, dass Hochschulpraktikantinnen und -Praktikanten als «richtige» Arbeitskräfte angeschaut werden – was meiner Meinung nach ein sehr wichtiges Kriterium ist. Natürlich kann man sich aber fragen, wie «korrekt» es ist, ein ganzes Jahr für die gleiche Arbeit deutlich weniger zu verdienen als anschliessend in einer Festanstellung. Aber sind wir ehrlich: Das ist das Los, das wir Praktikantinnen und Praktikanten nun mal ziehen. Wäge ich alle meine eigenen Praktikumserfahrungen ab und denke an all das, was ich schon gehört habe, sticht mein Hochschulpraktikum beim BFE doch deutlich positiv heraus. Es ist eben doch nicht so langweilig, ein Kommunikationspraktikum bei der Bundesverwaltung zu machen!

Ich möchte meine Erfahrungen nicht missen und danke allen, die ein Teil davon waren.

Linda Schweizer, Fachspezialistin Digitale Medien, ehem. Hochschulpraktikantin Kommunikation & Marketing, EnergieSchweiz

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