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Vom 11.-13.1.2019 fand in Abu Dhabi die 9. Generalversammlung der Internationalen Agentur für Erneuerbare Energien (IRENA) statt. Die Agentur umfasst mittlerweile 160 Staaten; als letzter Grossstaat ist Kanada kürzlich beigetreten.Wichtigstes Traktandum war die Wahl des neuen Generaldirektors. Gewählt wurde Francesco La Camera, Abteilungsleiter im italienischen Umweltministerium. Das lange Wahlprozedere, während dem der über einen ausgezeichneten Leistungsausweis verfügende, ehemalige EU-Energie- und Entwicklungskommissar Andris Piebalgs ausschied, hatte zuvor für viel Unmut gesorgt.

Ferner wurde die Schweiz für 2019-2020 in den 21-köpfigen Council gewählt. Dies wird ihr erlauben, stärker auf das Arbeitsprogramm Einfluss zu nehmen. Die Schweiz setzt sich dafür ein, dass IRENA weniger «advocacy» (d.h. allgemeine Fürsprache für erneuerbare Energien, die mittlerweile als «erwachsene» Branche gelten) und mehr «action» (praxisbezogene Arbeit v.a. für weniger entwickelte Länder) betreibt.

Auf Initiative der Schweiz und mithilfe der International Hydropower Association fand erstmals ein grösserer Anlass zu Wasserkraft statt. BFE-Direktor Benoît Revaz hielt ein Eröffnungsreferat. Mit Fallbeispielen aus Georgien und Liberia zog Alpiq das Augenmerk der rund 200 Teilnehmenden, darunter viele Entscheidungsträger aus Entwicklungsländern, darauf, dass bestehende Wasserkraft angemessen gewartet werden muss, ansonsten deren Leistung sinkt.

Parallel zur IRENA Generalversammlung findet in Abu Dhabi jeweils der World Future Energy Summit (WFES) statt. Benoît Revaz eröffnete den Pavillon der Schweiz zusammen mit der Schweizer Botschafterin Maya Tissaf (siehe Bild).

Jean-Christophe Füeg, Leiter Internationales Bundesamt für Energie

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