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Über den Ausbau und das Potenzial erneuerbarer Energien wird viel diskutiert. Aber wie steht es aktuell um deren Produktion und Verbrauch? Die schweizerische Statistik der erneuerbaren Energien, die jährlich per Ende September auf der Homepage des BFE publiziert wird, gibt Antwort auf diese Frage.

Im Jahr 2017 wurden in der Schweiz 63,1 % der gesamten Netto-Elektrizitätsproduktion durch erneuerbare Energiequellen bereitgestellt, wobei 56,7 % (32,5 Terawattstunden, TWh) aus Wasserkraftwerken stammten. 6,4 % (3,6 TWh) wurden durch Sonnenenergie, Biomasse, Biogas, Wind und erneuerbare Abfälle erzeugt. Zum Vergleich: Im Jahr 1990 produzierten die neuen erneuerbaren Energien gerade mal 0,8 % der gesamten Nettolandeserzeugung, 2000 waren es bereits 1,3 % und 2010 knapp 2,2 %. Das grösste Wachstum verzeichnet 2017 die Sonnenenergie mit einer Zunahme von 26 % gegenüber dem Vorjahr.

Der Anteil erneuerbarer Wärme betrug 2017 rund 20,6 % am gesamten Wärmeverbrauch. Holz ist in der Schweiz mit einem Anteil von 11,2 % (10,7 TWh) der bedeutendste erneuerbare Wärmelieferant. Die Nutzung von Umweltwärme nimmt jedoch stetig zu. In der Schweiz wird Umweltwärme fast ausschliesslich in Kombination mit Elektro-Wärmepumpen genutzt. Dabei wird der Luft, dem Erdreich oder Wasser zu Heizzwecken Wärme entnommen. Die Zunahme von verkauften Wärmepumpen (+8,7 %) widerspiegelt ihre Attraktivität. Sie erzeugten gut 4,8 % (4,6 TWh) der gesamten Wärme 2017.

Biotreibstoffe trugen 2017 mit 1,6 TWh nur 2,6 % zum gesamten Absatz an Benzin und Diesel bei. Das entspricht trotz kleinem Prozentsatz dem 13-fachen Verbrauch von 2010. Das markante Wachstum bei den Biotreibstoffen ist grösstenteils auf die 2013 mit dem CO2-Gesetz eingeführte Kompensationspflicht zurückzuführen.

Alles in allem stammten 2017 rund 22 % des gesamten schweizerischen Endenergieverbrauchs aus erneuerbaren Quellen.

 Weitere Details zur Produktion und zum Verbrauch der erneuerbaren Energien ist in der Schweizerischen Statistik der erneuerbaren Energien – Ausgabe 2017 nachzulesen.

 

Natalia Stamm, Fachspezialistin Analysen und Perspektiven, BFE

 

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