Bild: © Régis Colombo/www.diapo.ch

Geothermie-Projekt in Lavey-les-Bains


Die geplante Geothermie-Anlage in Lavey-les-Bains (Kanton Waadt) soll als erste in der Schweiz gleichzeitig Strom und Wärme produzieren. Der vorgesehene Standort im Rhone-Tal ist für seine guten geothermischen Bedingungen bereits seit Langem bekannt. Eine einzige Bohrung in einer Tiefe von bis maximal 3000 Metern soll rund 110 °C warmes Wasser liefern. Wenn alles wie geplant läuft, kann damit Strom für rund 900 Haushalte produziert sowie der Warmwasserbedarf für das Thermalbad von Lavey gedeckt werden.

Zur Durchführung des Projekts wurde eigens die Aktiengesellschaft AGEPP SA gegründet. Unter dem Namen «Alpine Geothermal Power Production» vereinen sich mehrere Westschweizer Projektpartner: SI-REN SA, Holdigaz SA, EOS Holding SA, Romande Énergie Holding SA, CESLA SA sowie die beiden Gemeinden von Lavey-Morcles (VD) und Saint-Maurice (VS). Das Projekt wird vom Kanton Waadt und dem Bundesamt für Energie im Rahmen des Pilot-, Demonstrations- und Leuchtturmprogramms unterstützt.

Diverse technische und finanzielle Studien haben in der Vergangenheit die Machbarkeit einer hydrothermalen Geothermie-Nutzung im Rahmen dieses Projekts bestätigt. Erste Informationen über das Projekt wurden an einer Pressekonferenz am vergangenen Montag präsentiert (siehe Medienmitteilung). Als nächstes stehen die Genehmigung des Kantons Waadt für die Bohrung und den Aufbau der Infrastrukturanlagen an. Die eigentliche Bohrung ist für das Jahr 2019 geplant, damit die Anlage im Jahr 2020 in Betrieb genommen werden kann. Mehr Informationen und technische Details können der Projektwebseite entnommen werden.

Andrea Wismer, Hochschulpraktikant Cleantech, BFE

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