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An der Jahreskonferenz von EnergieSchweiz vom 26. Oktober 2016 drehte sich alles um das Thema Digitalisierung. Was bedeutet die Digitalisierung für den Alltag? Was heisst sie für die Energiebranche? Und wie kann man die Digitalisierung für eine nachhaltige Energiezukunft einsetzen? All diesen Fragen haben sich die Fachspezialist/innen des Programms EnergieSchweiz sowie dessen Partnerorganisationen an der diesjährigen Konferenz gewidmet.

Stellen Sie sich vor: Ihr selbstfahrendes Auto bringt Sie nach Hause, Ihre Einkäufe stehen bereits vor der Haustüre, das Wasser für Ihren abendlichen Tee ist schon gekocht, der Backofen für das Abendessen vorgeheizt, und das alles, ohne dass jemand zu Hause war. Sie wollen am Abend noch ins Fitnessstudio? Kein Problem: per App können Sie sich ihr Fahrrad aus der Garage direkt vor ihre Haustüre rufen. Selbstverständlich scheint es zu sein, dass das Licht in Ihrer Wohnung sich von selbst ablöschen, sobald sie die Haustüre abschliessen.

Sie denken, dies ist alles unrealistisch? Die Digitalisierung liege noch in ferner Zukunft? Nein. Denn gemäss Professor Wolfgang Henseler ist diese Art von Smart Home bereits heute real. So existiert jetzt schon ein Wasserkrug, der seinen Nachschub an Filterkartuschen selbstständig online bestellt, und Schuhe können mit einem 3D-Drucker innerhalb von zwei Stunden hergestellt werden. Alltagsgegenstände lassen sich mit Hilfe von eingebauten Chips digital vernetzen, so dass wir alsbald in einer Welt 4.0 leben. Dank diesen Chips können Daten über das Verhalten von jedem Einzelnen gesammelt werden. Die breite Datensammlung lässt sich mit weiteren Faktoren kombinieren und unter anderem für intelligentes Energiesparen verwenden. Deshalb wird bereits jetzt von Experten vorhergesagt: „Data is the new oil“. Denn je detaillierter eine Info ist, desto mehr Wert und Nutzen hat sie.

Genau diese Daten sind es, die viele Potenziale beinhalten, auch für die Energiebranche. Potenziale, denen die Teilnehmer der Jahreskonferenz von EnergieSchweiz auf den Grund gegangen sind – mit einer Podiumsdiskussion, einem Workshop und Referaten wie zum Beispiel zur Energy Challenge. Diskutiert wurden digitale Trends für die Energiewirtschaft und die Anwendung smarter Technologien in der Energiebranche, wie zum Beispiel das Smart Metering.

Doch wie Professor Henseler betonte: Die digitale Transformation ist auch eine mentale Transformation. So funktioniere diese nur, wenn wir unsere Denkweise modernisieren und die neuen Technologien akzeptieren. Oder wie Daniel Büchel, Programmleiter von EnergieSchweiz und Vizedirektor des Bundesamts für Energie, es formulierte: Digitalisierung ist eine Herausforderung. Doch dieser technologische Wandel ist nicht vermeidbar, er kommt, ob wir ihn wollen oder nicht. Um aber volkswirtschaftliche Nachteile zu vermeiden, müsse man jetzt handeln und versuchen neue Standards zu setzen – zum Beispiel mit der Energiestrategie 2050.

 

Selina Zehnder, Hochschulpraktikantin Bundesrats-und Parlamentsgeschäfte

 

 

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