Schweizer Cleantech-Knowhow in Hannover


Die Hannover Messe findet in diesem Jahr vom 25. bis 29. April 2016 statt. Eröffnet wurde sie von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Beisein von US-Präsident Barack Obama. Diese illustre Präsenz und  das vor Ort Gezeigte unterstreicht, dass Hannover seit langem eine der weltweit wichtigsten Industriemessen ist. Mehr als 220‘000 Besucherinnen und Besucher nutzen sie jährlich, um sich über neue Technologien zu informieren und Investitionen zu tätigen. Da dürfen Schweizer Firmen und Institutionen nicht fehlen. So war an der Eröffnung auch eine Schweizer Delegation unter Leitung von BFE-Direktor Walter Steinmann dabei, um dem internationalen Publikum insbesondere im Bereich Cleantech erstklassige und innovative Lösungen zu präsentieren.

Ein Augenschein vor Ort sowie ein Blick auf die Ausstellerliste zeigt, dass die Präsenz der Schweiz auf dem Messegelände hochrangig und vielseitig ist. Neben den Einzelauftritten gibt es auch drei Schweizer Gemeinschaftsstände: C39 in Halle 2, C12 in Halle 4 und L41 in Halle 27. Im letztgenannten versammelt energie-cluster.ch das Cleantech-Knowhow. Betreut vom erfahrenen energie-cluster.ch-Team, zeigen Firmen, Institutionen, die öffentliche Hand und Forschungsstellen anhand von Produkten und Dienstleistungen, was unser Land diesbezüglich zu bieten hat.

Auf Interesse stossen wird im Swiss Pavilion mit Sicherheit der Auftritt der Hochschule Luzern – Technik & Architektur (HSLU). Expertinnen und Experten der HSLU arbeiten an wegweisenden Konzepten in den Themenschwerpunkten «Lösungen für die Energiewende» sowie «Gebäude als System». Zudem entwickelt die HSLU mit 35 Forschenden in sechs der acht Swiss Competence Centers for Energy Research (SCCER) neue Lösungen für die Energiezukunft. Dazu gehören auch Projekte wie die Pinch-Analyse oder die Möglichkeiten von fassadenintegrierter Photovoltaik. Auch beim «Forum Schweizer Energieeffizienzmanagement» von energie-cluster.ch am 27. April 2016 sind die Luzerner mit von der Partie. Andrea Weber Marin referiert zusammen mit Stephen Wittkopf zum Thema «interdisziplinäre Forschung für die Energiewende», Beat Wellig über «PinCH 3.0 – Intelligente Integration thermischer Energiespeicher in der Industrie».

Ebenfalls am Gemeinschaftsstand in Halle 27 anzutreffen sind die MST Systemtechnik AG aus Belp und die Vorma GmbH, Ramsen. Die MST Systemtechnik AG beschäftigt sich schwerpunktmässig mit Steuerungs- und Regelungstechnik sowie Leit- und Visualisierungssystemen. Im Zentrum der Projekte dieser Firma stehen unter anderem typische Cleantech-Bereiche wie das Energie-Monitoring und technisches Facility-Management. Die Vorma GmbH stellt hochwertige LED-Leuchten her. Ihre neue, energiesparende LED-Technologie bringt ein äusserst homogenes Flächenlicht in dunkle Räume.

Im Swiss Pavilion in der Halle 4 ist unter anderem die Firma INRAG AG präsent sein. Sie zählt in der Schweiz zu den kompetentesten Ansprechpartnern für Transport, Regelung und Messung von Flüssigkeiten und Gasen. Gespannt sein darf man auch auf den Auftritt des SCCER Heat and Electricity Storage im Swiss Pavillon in der Halle 2. Verschiedene Arbeitsgruppen betreiben in diesem SCCER Forschung zur Energiespeicherung in den Bereichen Materialentwicklung oder Herstellungs- und Lebensdaueruntersuchung für Li- und Na-Batterien. Auch ihre Präsentation wird den Ruf des Industrie- und Forschungsstandortes Schweiz als Standort für kompetitive Global Players konsolidieren.

Philippe Müller, Leiter Sektion Cleantech BFE

Bildquelle: Deutsche Messe