Gemeinsam in die Zukunft mit Cargo sous terrain


Am Dienstag haben namhafte Vertreter der Wirtschaft ihr Projekt für ein künftiges Güterverkehrssystem in der Schweiz den Medien vorgestellt. Cargo sous terrain (CST) heisst ihre Lösung.

CST kann einen Teil des Verkehrswachstums auffangen, welches bis 2030 rund 45 Prozent betragen soll. Davon profitiert nicht nur die Wirtschaft sondern wir alle, die hier leben und täglich die Strasse oder Schiene benutzen.

Was mich persönlich an CST fasziniert ist der lösungsorientierte, innovative, umweltschonende und auch verbindende Charakter:

  • Lösungsorientiert, weil in unserer Gesellschaft der Verkehrswachstum und der Energieverbrauch immer grösser werden und wir heute die richtigen Wege einschlagen müssen, damit wir die Zukunft meistern können.
  • Innovativ, weil es mich an die Pionieridee des 1882 eröffneten Gotthard-Eisenbahntunnels inkl. den im kommenden Sommer in Betrieb gehenden Gotthard-Basistunnels erinnert. Man konnte sich damals wohl nicht vorstellen, wie selbstverständlich diese Tunnel einmal zur Schweiz gehören werden.
  • Umweltschonend, weil CST ausschliesslich mit erneuerbarer Energie betrieben und der CO2-Ausstoss um bis zu 80 Prozent pro transportierte Tonne reduziert werden soll. Zudem wird unsere Landschaft weniger verbaut sowie der Lärm reduziert.

Und last but not least:

  • Verbindend,
    • weil sich die Güterverkehrsbranche im Projekt CST zusammen tut und eine effiziente und umweltschonende Logistikdienstkette anbietet.
    • weil die verschiedenen Verkehrsträger nicht gegeneinander sondern miteinander mit CST die Tonnen von Gütern, welche wir täglich brauchen, transportieren.
    • weil durch den Einsatz von erneuerbarer Energie und Reduktion des CO2-Ausstosses Transport- und Umweltbedürfnisse in Einklang gebracht werden.
    • weil Wirtschaft, Bund und Kantone an einem Tisch sitzen und z.B. festhalten, dass der Bund den volkswirtschaftlichen Nutzen des Projekts unabhängig prüfen lässt, dass die Umsetzung des Projekts von der Wirtschaft finanziert wird, d.h. der Bund kommt als Finanzierer nicht in Frage usw.

Mit diesem verbindenden Charakter kann sich CST als  Projekt der Wirtschaft für die Wirtschaft für alle Beteiligten als eine gute Lösung entwickeln.

Julie vom Berg, Stab Abteilung Finanzierung und Projektleiterin „gesetzliche Grundlagen für das Projekt Cargo sous terrain (CST)“, Bundesamt für Verkehr

Ein Kommentar zu “Gemeinsam in die Zukunft mit Cargo sous terrain”

  1. Wer sagt, dass der Verkehr wachsen muss? Vermeidung, Verlagerung, zurück zu regionalen Strukturen, Ökologisierung der Steuern, Kostenwahrheit, Ethik und Moral berücksichtigen (Subventionen Landwirtschaft, Lebenmittelabfälle als Lebensmittel deklarieren und nach Afrika versenden, …).

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