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Entwicklung der Füllungsgrade der Stauseen – in der Schweiz, im Wallis, in Graubünden, im Tessin und in der übrigen Schweiz


Eine neue Datenvisualisierung zeigt spannende Einblicke.

Die schweizerischen Speicherseen bieten eine Speichermöglichkeit auf Wochen-, Monats- und Saisonbasis (saisonale Umlagerung). Sie sind somit eine wichtige Stütze für die Versorgung mit Strom im Winter. Je mehr Wasser in den Seen gespeichert ist, desto mehr Strom kann damit produziert werden. Die Speicherseen sind also eine Art Batterie für die kalten Wintermonate, wenn der Bedarf nach Strom grösser ist als im Sommer. Der Füllungsgrad der Speicherseen ist deshalb ein wichtiger Indikator für die Stromversorgung.

Das Bundesamt für Energie veröffentlicht seit den 1990er Jahren die wöchentlichen Füllungsgrade der Speichersee, seit vergangenen Februar werden diese als offene Behördendaten, sogenannten Open Government Data, publiziert. Nun steht ergänzend dazu auch eine umfassende Datenvisualisierung dieser Daten zur Verfügung. Sie zeigt die Entwicklung der Füllungsgrade der Stauseen in der Schweiz, im Wallis, in Graubünden, im Tessin und in der übrigen Schweiz auf und stellt diese Entwicklung in den Zusammenhang der letzten Jahre.

Die Visualisierungen zeigen, dass der Füllungsgrad aller Speicherseen der Schweiz sich derzeit am unteren Rand des Durchschnitts der letzten Jahre bewegt. Betrachtet man verschiedene Regionen der Schweiz ergeben sich weitere Einblicke. Im Wallis bewegt sich der Füllungsgrad um das langjährige Mittel. In Graubünden ist der Füllungsgrad so tief wie in den letzten 9 Jahren nicht mehr. Im Tessin wird das Minimum der letzten Jahre stark unterschritten. Hier ist nicht nur die Trockenheit der Grund, sondern auch die allgemein bekannte vollständige Entleerung des Verzasca-Stausees. In der übrigen Schweiz befindet sich der Füllungsgrad nahe des Maximums der letzten Jahre.

Die Daten und die Visualisierungen werden wöchentlich nachgeführt.

Martin Hertach, Leiter Dienst Geoinformation
Michael Kost, Leiter Sektion Analysen und Perspektiven

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