Wie erklärt man in drei Minuten eine hochkomplexe wissenschaftliche Methode, mit der am Computer tausende verschiedene Materialien entworfen und auf ihre Fähigkeit geprüft werden, CO2-Moleküle einzufangen? Der 27-jährige Sauradeep Majumdar, Doktorand am Labor für Molekularsimulation der EPFL Valais Wallis, weiss wie das geht. Er hat am 26. November 2020 den renommierten FameLab Wettbewerb 2020 gewonnen, den internationalen Wettbewerb für Wissenschaftskommunikation des British Council.

Weltweit arbeiten Forschungsteams an Technologien zum Einfangen und Speichern von CO2, so dass dieses gar nicht erst in die Atmosphäre gelangen kann. Zu diesen Forschern gehört auch Sauradeep Majumdar, im vom BFE geförderten Pilotprojekt PRISMA. Er arbeitet im Labor für Molekularsimulation (LSMO) an der EPFL Valais Wallis.

How amazing would that be!
Nur mit einem Modell «bewaffnet» nimmt Sauradeep Majumdar sein Publikum mit auf eine faszinierende Reise in seine Arbeit. Es geht dabei um molekulares Modellieren (Molecular Modelling) von Nanomaterialien, die CO2 anziehen und einschliessen können. Mit Hilfe von Computersimulationen kann er Millionen solcher Materialien designen und dann identifizieren, welche sich dafür am besten eignen. Damit kann auch der Weg zur industriellen Produktion solcher Materialien wesentlich verkürzt werden.

Video Sauradeep Majumdar, Final FameLab 2020

Charmant, anschaulich und mit viel Körpereinsatz erklärt Sauradeep Majumdar sein komplexes Tätigkeitsfeld, das wichtige Lösungsbeiträge zur Bekämpfung des Klimawandels liefern kann. Er schliesst seinen Vortrag denn auch mit der Feststellung: «The clocks are ticking, and we are already running late. So let’s hurry up and make some materials to capture the CO2 – before it captures us.”

Kein Wunder, hat er die FameLab Jury im internationalen Finale am 26. November 2020 überzeugt und sich gegen 19 starke Mitbewerber durchgesetzt. Bereits im Oktober 2020 hatte er die Schweizer Ausscheidung für den FameLab Wettbewerb für sich entschieden.

FameLab International ist ein Wissenschaftskommunikationswettbewerb. Er gehört zum Cheltenham Science Festival und wird weltweit vom British Council durchgeführt. Dieser veranstaltet jedes Jahr in rund 25 Ländern FameLab Wettbewerbe. Die Teilnehmer haben drei Minuten Zeit, um die Juroren und das Publikum mit einem wissenschaftlichen Vortrag zu überzeugen. Die nationalen Gewinner dürfen zum renommierten Cheltenham Science Festival in Grossbritannien reisen und dort am internationalen Finale von FameLab teilnehmen. 2020 wurde der Final pandemiebedingt in einem interaktiven Online-Format im November 2020 durchgeführt. Der gesamte Final ist auf dem FameLab YouTube-Channel zugänglich.

Marianne Zünd, Leiterin Medien und Politik, Bundesamt für Energie

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