Das Bundesamt für Energie (BFE) beantwortet jedes Jahr hunderte von Anfragen von Bürgerinnen und Bürgern. Auf energeiaplus.com greifen wir unter dem Stichwort «Liebes BFE…» einige davon auf. Herr F. wollte wissen, wie lange eine Photovoltaikanlage Strom produzieren muss, bis die zur Herstellung verbrauchte Energie kompensiert ist.

Lieber Herr F., Photovoltaikanlagen sind schnell energetisch amortisiert. Je nach Technologie dauert es ein bis vier Jahre, bis die Anlage durch ihre erneuerbare Stromproduktion die Energie kompensiert, die sie während ihres gesamten Lebenszyklus verbraucht. Kein schlechter Wert, wenn man bedenkt, dass die Lebensdauer einer Solaranlage über 25 Jahre beträgt.

Experten schätzen, dass diese Amortisationsdauer langfristig nochmals um rund einen Drittel gesenkt werden kann. Dies vor allem aufgrund von diversen Faktoren wie steigenden Wirkungsgraden und Lebensdauer, einer effizienteren Nutzung der Materialien oder Strommixen mit höherem erneuerbaren Anteil in den Herstellungsländern.

Weitere Informationen rund um die Photovoltaik gibt es auf der Webseite des BFE. Zudem finden Sie auf EnergieSchweiz Antworten auf die grössten Vorurteile zur Sonnenenergie.

Alicia Salas, Hochschulpraktikantin Medien und Politik, BFE

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7 Kommentare
  1. Bernd
    Bernd sagte:

    Die Relevanz des Strommix für die energetische Amortisationszeit ist ja wohl eher der blühenden Phantasie der Autorin geschuldet….

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  2. Laurenz Hüsler
    Laurenz Hüsler sagte:

    Die hier behauptete energetische Amortisationszeit für Solarpanels ist falsch. Sie geht von der „primärenergetischen Bewertung“ aus und nimmt an, dass die Physik für Solarpanels nicht gelte, dass insbesondere der Strom und die Arbeit bei der Materialbeschaffung und dem Bau von Solarpanels von Kraftwerken und Maschinen mit einem Wirkungsgrad von 100% komme, was sonst einen Wirkungsgrad von rund 34% hat.

    ‚Er (der primärenergetisch bewertete Erntefaktor) beantwortet also die Frage „Wie viel mehr Elektrizität erhält man, wenn der Primärbrennstoff in Bau, Betrieb, Nutzung und Brennstoffbeschaffung dieses Kraftwerks gesteckt wird, anstatt in einem bereits bestehenden Kraftwerk mit 34% Wirkungsgrad in Elektrizität gewandelt zu werden“.‘

    Das ist Unsinn. Aus den Brennstoffen wird nicht einfach per Zauberstab Solarpanels hergestellt, sondern mit Maschinen mit normalen Wirkungsgraden und mit Kraftwerken mit normalen Wirkungsgraden.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Erntefaktor#Erntefaktoren_und_Amortisationszeiten_einiger_Kraftwerkstypen

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    • Jürgen Baumann
      Jürgen Baumann sagte:

      Und? Wie ist jetzt die energetische Amortisationszeit eines Panels? Und die energetische Amortisationszeiten der im Link genannten Kraftwerke sind blühender Unsinn. PV, Wind, Wasser beziehen ihre Energie von der Sonne – einem quasi unendlichen Reservoir bezogen auf die typische Lebensdauer von Menschen. AKWeh’s, Kohle, Öl, Gas verschleudern ein gemeinsames Erbe und entsorgen ihre Abfälle gratis in unserer gemeinsamen Atemluft. Und wenn die Luft dann dick ist, gibt es Vorschädigungen und besondere Expositionen z.B. gegenüber Corona. Kann man aktuell sehr gut in stark verschmutzten Gegenden wir Delhi, Norditalien, Madrid, Ruhrgebiet besichtigen.

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      • Laurenz Hüsler
        Laurenz Hüsler sagte:

        Der Erntefaktor gibt das Verhältnis zwischen Exergie (nutzbarer Energie) und der Energie, die für Beschaffung, Betrieb und Entsorgung nötig sind.
        Da ist es völlig egal, ob Sonnenschein gratis ist.
        Bei Solarpanels in der Schweiz ist der Faktor etwa 4, und die energetische Amortisationszeit ist etwa 6 bis 8 Jahre.

        AKW verbrennen nichts, da ist der Hinweis auf die Atemluft sinnlos.

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        • Jürgen Baumann
          Jürgen Baumann sagte:

          „AKW verbrennen nichts, da ist der Hinweis auf die Atemluft sinnlos.“ Wieso wird dann immer Radioaktivität gemessen?
          Primärenergetisch bewertete(r)
          Typ Erntefaktor Amortisationszeit Erntefaktor Amortisationszeit
          Poly-Silizium, Dachinstallation, 1000 VLh (Süddeutschland) 4,0 6 Jahre 12 2,0 Jahre
          Poly-Silizium, Dachinstallation, 1800 VLh (Südeuropa) 7,0 3,3 Jahre 21 1,1 Jahre

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          • Laurenz Hüsler
            Laurenz Hüsler sagte:

            Radioaktivität hat nichts mit Verbrennung zu tun. Und die Radioaktivität, die man ganzjährig genau neben dem Kernkraftwerk misst, ist etwa 0,001..0,005mSv – also 1000x tiefer als die natürliche Radioaktivität im Schnitt in der Schweiz.

            Der „primärenergetische Erntefaktor“ ist ein reines Phantasieprodukt, wie jeder merken kann, der die Erklärung aufmerksam liest.

          • Laurenz Hüsler
            Laurenz Hüsler sagte:

            Die primärenergetische Bewertung stammt aus der Hezungstechnik, bezieht sich also auf Wärme. Man kann damit Heizungstypen vergleichen, also zB elektrische Heizung mit Ölfeuerung.

            Für die Herstellung von Solarpanels braucht es aber mechanische Arbeit und Elektrizität, und diese ist eben dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik unterworfen. Dieser beschreibt, dass zur Erzeugung von mechanischer Arbeit und Strom aus Wärme eben nur ein Teil gewandelt werden kann. Bei neuen Kohlekraftwerken ca 45%, bei Gaskombikraftwerken ca 55%, bei Gaskraftwerken ca 35%, in Dieselmaschinen um 35%.

            Die Arbeit /Elektrizität kann nicht ohne diese Verluste produziert werden. Auch die Arbeit zur Beschaffung und Herstellung von Solarmodulen ist dem unterworfen, und darum ist die primärenergetische Bewertung sinnlos – sie vergleicht wie eben beschrieben nur Wärme, nicht die höherwertige Arbeit und Elektrizität

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