In der Schweiz besteht derzeit noch ein grosses ungenutztes Biomasse-Energie-Potential, insbesondere von Hofdünger aus eher kleinräumig verteilten Landwirtschaftsbetrieben. Viele dieser Standorte sind geografisch schwer erschliessbar und nicht ans Gasnetz angebunden, weshalb ein Transport über die Strasse eine Alternative bietet.

Die Organisationen fahrBiogas Energie-Genossenschaft und Ökostrom Schweiz haben einen Bericht erstellt, der einen Überblick über alternative Transportmöglichkeiten für Biogas gibt. Fokus der Analysen ist die Wirtschaftlichkeit acht verschiedener Szenarien für kleinere bis mittlere Biogasanlagen (20 Nm3/h bis 80 Nm3/h Rohgas), sowie die Erläuterungen zum Umgang mit technischen oder regulatorischen Hürden. Hierzu wurden Ergebnisse aus Marktrecherchen sowie Hochrechnungen basierend auf Offerten und Branchenerfahrungen herangezogen.

Es zeigt sich, dass durchgängig bei allen Szenarien die Roh-Biogasproduktion den grössten Kostenblock darstellt, gefolgt von – je nach Szenario sehr unterschiedlich – der Biomethanerzeugung oder dem Transport. Die Transportkosten machen 14 bis 38 Prozent der Gesamtkosten aus und bewegen sich zwischen 0.04 und 0.14 Franken pro Kilowattstunde (CHF/kWh) von gesamthaft rund 0.21 CHF/kWh und 0.36 CHF/kWh.

Die Berechnungen zeigen, dass ein Transport über die Strasse für kleine oder mittlere Biogasanlagen wirtschaftlich sein kann. Da aber viele Faktoren Einfluss nehmen, ist jeder Fall individuell zu betrachten. Als generelle Leitplanke ergibt sich aus den angestellten Berechnungen unter heutigen Annahmen, dass die Rohgaskosten tiefer als 12 Rappen pro Kilowattstunde und die Biomethan-Aufbereitungskosten tiefer als 8 Rp./kWh sein müssen, damit eine Transportlösung bei heutigen Energie-Verkaufspreisen finanziert werden kann.

Sibylle Duttwiler, Präsidentin von fahrBiogas Energie-Genossenschaft

Bildlegende: CNG-Transport-Systeme unterschiedlicher Hersteller für den Transport von Biogas

Bildquelle: fahrBiogas Energie-Genossenschaft

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne Noch keine Bewertungen
Loading...
1 Antwort
  1. Jürg Jehle
    Jürg Jehle sagte:

    Genialer Betrug:
    Gemäss Werbung für Energiewende, können Erneuerbare x-tausend Haushalte mit Strom versorgen. Das ist richtig bei genug Wind, Sonnenschein und Wasserkraft, aber in der übrigen Zeit und im Winter kommt der Strom nur aus den Kraftwerken wie seit 100 Jahren. Daher gehört gesetzlich zu jeder Solar- und Wind- Anlage, zwecks vollständiger Stromlieferung, ein passender Speicher.
    1 Minute denken genügt.

    Antworten

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .