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Der Sachplan geologische Tiefenlager ist für viele Aussenstehende kompliziert und unübersichtlich. Das kommt nicht von ungefähr, denn das Standortauswahlverfahren ist komplex und wird bis zum eigentlichen Baubeginn des Tiefenlagers zur Lagerung radioaktiver Abfälle mehr als 20 Jahre in Anspruch genommen haben.

Seit 2017 veröffentlicht das Bundesamt für Energie (BFE) deshalb jährlich einen Überblick über einen für die Standortregionen wichtigen Teilbereich des Sachplanverfahrens: das Monitoring und die Studien zu möglichen Auswirkungen eines Tiefenlagers auf Gesellschaft und Wirtschaft. Die aktuelle Ausgabe wurde diese Woche auf der Webseite des BFE (unter dem Kapitel «Raumplanung und Umwelt») veröffentlicht.

Das jährliche Übersichts- und Steuerungsdokument des BFE vermittelt in knapper Form einen Überblick über die abgeschlossenen, laufenden und geplanten Arbeiten und Studien, und zeigt die Zusammenhänge zwischen diesen auf. Es enthält auch eine Liste möglicher Themen, die in Zukunft untersucht werden könnten. Alles in allem soll das Dokument als kleiner Aussichtsturm dienen, wenn man vor lauter «Sachplan-Bäumen» den Wald nicht mehr sieht.

Weitere Informationen über das Monitoring und die sogenannten «vertieften Untersuchungen» finden Sie in früheren Blogbeiträgen.

Niklaus Schranz, Fachspezialist Grundlagen Entsorgung, BFE

 

Bild: Aussichtsturm Homberg im Kanton Aargau

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