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Kürzlich bin ich im Internet über das Video „5 minutes on Debussy“ von Daniel Barenboim gestolpert. Der berühmte Pianist und Dirigent erklärt darin auf absolut faszinierende Weise den musikalischen Aufbau des Stücks „Clair de Lune“. Letzteres beginnt nicht auf „Eins“ sondern startet mit einer Synkope, einem musikalischen Stilmittel, bei dem ein Ton auf einem Haupttakt ausgelassen wird. Das schafft Spannung und bringt Leben in den weiteren Ablauf des Stücks.

Ganz ähnlich wie die Pionierprojekte, die mit dem Watt d’Or ausgezeichnet werden: Auch sie bewirken als energetische Synkopen eine vorübergehende Aufhebung des gewohnten Taktschemas, einen Moment des Staunens und der gespannten Erkenntnis. Aus „Zwei“ spielt dann das gesamte Orchester inspiriert weiter und entwickelt ganz neue Variationen des Energie-Themas, beispielsweise „more elaborate“, „on the ground“ oder „in mid air“ wie Barenboim die Variationen in „Clair de Lune“ bezeichnet.

Am 31. Juli 2018 endet die Eingabefrist für den Watt d’Or 2019, die begehrte Auszeichnung für exzellente Leistungen im Energiebereich. Zur Anmeldung, die übrigens ganz einfach ist, geht’s hier. Ich würde mich freuen, wenn genau Ihr Projekt bei der Preisverleihung des Watt d’Or 2019 am 10. Januar 2019 die nächste Synkope in der Schweizer Energie Symphonie setzt. Viel Erfolg.

Marianne Zünd, Leiterin Medien und Politik, Bundesamt für Energie

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