In kleiner Delegation fährt das Team der neuen, von EnergieSchweiz unterstützten SRF-Sendung «Heute und Hier» vor dem modularen Forschungsgebäude NEST der Eidgenössischen Materialprüfungs- und Forschungsanstalt (EMPA) und EAWAG in Dübendorf ZH vor. Ganz leise rollt der graugrüne, strombetrieben VW-Bus auf den Parkplatz. Er ist eines der Markenzeichen, das aus der ursprünglichen RTS-Sendung «Aujourd’hui» von RTS übernommen wurde. Am Steuer sitzen Sven Epiney und Fachexpertin Gabriele Müller. Sie sind die Protagonisten und mimen, auch nach westschweizerischem Vorbild, Fachfremder und Fachfrau. Das Thema des Drehs im NEST in Dübendorf ist energieeffiziente Wellness.

 Strampeln zur Erholung

Das NEST-Gebäude dient Forschungs- und Innovationszwecken. Hier werden Technologien, Materialien und Systeme unter realen Bedingungen erforscht, analysiert und weiterentwickelt. Doch das NEST ist nicht nur innovativ, energieeffizient und nachhaltig konzipiert sondern besticht auch durch sein zeitgemässes Design. Keine grosse Überraschung also, dass «Heute und Hier» dem Gebäude eine von rund vierzig Folgen widmet. Gerade zum Thema Wellness hat das NEST einiges zu bieten, wie Stv. Direktor Peter Richner und Event-Managerin Eva Lipecki von der Empa erklären. Der hauseigene Fitness- und Wellnessbereich wird mit Wärmepumpe, Photovoltaikanlage und der Muskelkraft der Besucher betrieben. Auch Sven Epiney soll sich den Wellnessaufenthalt verdienen und an Fitnessgeräten die Energie fürs spätere saunieren selbst herstellen. Doch das ist leichter gesagt als getan. Obwohl sich Sven motiviert auf eines der Konditionsgeräte schwingt, produziert er zu wenig für einen kompletten Saunagang. Der Wellnessbereich muss auf zusätzliche Energie aus Sonnenlicht zurückgreifen, damit er Sven und Gabriele verwöhnen kann.

Die Toilette der Zukunft

Nach der Erholung im Wellnessbereich geht es hinter die Kulissen – in den Keller des NEST-Gebäudes. Hier lassen die grosse Anzahl an Kabeln, Bildschirmen und hochmodernen Messgeräten weitere nachhaltige Systeme im Gebäude erahnen. Das Interesse der «Heute und Hier»-Sendung gilt jedoch dem Abwasser des Hauses. Ein spezielles System isoliert dieses in fünf verschiedene Wasserqualitäten: Fäkalien, Urin, Regenwasser, Grauwasser (z.B. Duschwasser) und fetthaltiges Wasser aus der Küche. Diese werden alle bearbeitet und wiederverwendet. Mutig riechen Gabriele und Sven am Pflanzendünger, der aus Urin hergestellt wird. Sie befinden den Geruch als annehmbar. Wie Pflanzendünger halt riecht. Die Idee ist sehr nachhaltig, denn anstatt Phosphor und Stickstoff mühselig aus der Luft zu gewinnen, gibt es beides im menschlichen Urin als Abfallprodukt. Das recycelte Produkt kommt bei den beiden sogar so gut an, dass beim Verlassen des Gebäudes ein Fläschchen Aurin-Dünger an der Pforte gekauft wird. Zum Abschied gibt es noch ein Selfie mit Peter Richner und Eva Lipecki vor dem Bus, dann fährt das «Heute und Hier»-Team leise wieder davon.

«Heute und hier» geht morgen auf Sendung und läuft im Juni, August und September vierzigmal jeweils Montag bis Freitag um 12.30 Uhr auf SRF 1. Das Format hält viele weitere spannende Beiträge zu nachhaltigen und energieeffizienten Themen bereit. Die Sendung zum NEST-Gebäude der Empa und der EAWAG in Dübendorf wird am 14. Juni ausgestrahlt.

 Stephanie Bos, Hochschulpraktikantin Medien und Politik BFE

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