?

Das solothurnische Riedholz stand während 18 Monaten unter besonderer Beobachtung: In der Gemeinde wurde im Rahmen des Leuchtturmprojekts „SoloGrid“ die GridSense-Lastmanagementtechnologie unter realen Bedingungen evaluiert. Im Fokus des Projektteams unter Federführung von Alpiq stand dabei die Fragestellung: „Wie lässt sich der Energiefluss in einem Stromverteilnetz durch dezentral angeordnete, künstliche Intelligenz optimieren und steuern?“

Um Antworten zu finden, wurde im Versorgungsgebiet des Projektpartners AEKonyx AG ein typisches Wohngebiet gesucht, das an einem Niederspannungsstrang einer Trafostation liegt und in dem viele Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Boiler ans Netz angeschlossen sind. Ebenso war die Bereitschaft der Anwohner wichtig, ihre Liegenschaften mit einem intelligenten Regelsystem ausstatten zu lassen. Diese Bedingungen fand das Projektteam in einem Quartier der Gemeinde Riedholz vor.

Nach Installation der Landis+Gyr Smart Meter und des GridSense-Systems wurden während 18 Monaten Daten erhoben, auf deren Basis Messauswertungen und Simulationen durchgeführt wurden. Bei der Simulationsanalyse, für die Adaptricity zuständig war (mehr dazu in der ENERGEIA-Ausgabe von Januar 2018), wurden mehr als 40 verschiedene Szenarien mit zukünftigen Herausforderungen und möglichen Netzausbau-Optionen betrachtet. Anhand dieser umfangreichen Auswertungen konnte die Wirksamkeit der GridSense-Technologie validiert werden.

Das Projektteam des Leuchtturmprojekts „SoloGrid“, das mit Unterstützung des BFE und dem Kanton Solothurn durchgeführt wurde, zieht im Schlussbericht eine positive Bilanz: „Die Validierung zeigt, dass GridSense eine effektive Lösung für die Reduktion lokaler Lastpeaks und damit indirekt auch für die Verbesserung der Spannungsqualität in stark belasteten Niederspannungsnetzen ist.“ Nach Einschätzung des Projektteams ist der Effekt von GridSense in vielen Fällen mindestens so gut wie ein konventioneller Netzausbau.

Andrea Möller, Sektion Cleantech BFE

PS: Die GridSense-Technologie, die beim Projekt „Sologrid“ unter realen Bedingungen getestet wurde und sich bewährt hat, wurde 2015 mit dem Watt d’Or ausgezeichnet.

 

Bildquelle: Alpiq

 

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne Noch keine Bewertungen
Loading...
0 Antworten

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Wollen Sie an der Diskussion teilnehmen?
Wir freuen uns über Ihren Beitrag!

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahren Sie mehr darüber, wie Ihre Kommentardaten verarbeitet werden .